Stadt Paderborn bedankt sich für Ukraine-Hilfsaktionen

Bürgermeister Michael Dreier: „Ich bin unglaublich stolz auf euch“

© Stadt PaderbornDankeschön Ukraine, Anna-Marina Vogt

In den Räumlichkeiten der Malteser in der Karl-Schurz-Straße kamen am Freitagabend Mitglieder und Unterstützer der Paderborner Ukrainehilfe zusammen. Anlass war die Einladung von Bürgermeister Michael Dreier, der sich im Rahmen einer Feierstunde für den weiterhin anhaltenden ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehren von Kreis und Stadt Paderborn sowie der Hilfsorganisationen, dem Arbeiter Samariter Bund, dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter Unfallhilfe, dem Malteser Hilfsdienst und dem Technischen Hilfswerk, bedankte.
Stefanie Friemuth, Stadtbeauftragte der Malteser Paderborn, begrüßte die Gäste und berichtete über die Anfänge der organisierten Ukrainehilfe. „Der Bürgermeister hat uns alle an einen Tisch zusammengebracht. Daraus entstanden ist eine einzigartige Hilfsaktion. Ich möchte mich für das Engagement und die Zusammenarbeit aller an der Aktion Beteiligten bedanken“, betonte sie. Friemuth hob die Situation Paderborns polnischer Partnerstadt Przemyśl hervor, die „von einer Flüchtlingswelle überflutet wird“. Aufgrund der direkten Nähe zur ukrainischen Grenze ist die Stadt zu einem Anlaufpunkt für 35.000 bis 50.000 Geflüchtete täglich geworden. Ein Großteil der Paderborner Hilfsaktionen zielten auch auf die Unterstützung der Stadt ab.
Stellvertretend für den Kreis Paderborn hob Dr. André Brandt die Bereitschaft und den Einsatz der Organisationen hervor, für die sich der Ordnungsdezernent auch im Namen von Landrat Christoph Rüther bedankte. Insgesamt wurden 22 Hilfstransporte mit Sattelschleppern durchgeführt und erst in der vergangenen Woche brachte ein von den Paderborner Hilfsorganisationen koordinierter Konvoi wieder Güter in die Ukraine. Das Helferteam um Christian Weidlich von den Maltesern Paderborn kümmert sich seit Beginn des Ukrainekriegs um die Koordination der Hilfskonvois. Für dieses Engagement erhält das Team in diesem Jahr den Bürgerpreis der Paderborner Bürgerstiftung. „Es ist beeindruckend, was hier gewachsen ist“, sagte Weidlich und lobte den Zusammenhalt der Wehren und Hilfsorganisationen untereinander.
Auch die Welle der Hilfsbereitschaft bei den Paderborner Bürgerinnen und Bürgern reißt nicht ab. So sind mittlerweile mehr als 720.000 Euro auf das eingerichtete Spendenkonto der Stadt eingegangen. Im Namen des Freundeskreis Paderborn/Przemyśl e.V. ergriff Janusz Bugaj das Wort, um sich zu bedanken. „Ich habe tolle Menschen kennengelernt und viele neue Freunde gefunden“, so Bugaj.
„Der Krieg in der Ukraine befindet sich weiterhin an einem Höhepunkt. Menschen müssen sich aus Not und Elend auf den Weg machen, das ist einfach schlimm“, unterstrich Bürgermeister Michael Dreier. Er berichtete von seinem regelmäßigen Austausch mit Wojciech Bakun, dem Bürgermeister von Przemyśl, und richtete seine Grüße aus. „Wenn es irgendwie möglich gewesen wäre, wäre er hier gewesen, um sich persönlich bei euch für eure Hilfe zu bedanken“, so Michael Dreier. Gleichzeitig hob er auch hervor: „der unsägliche Krieg hat uns alle näher zusammengebracht“. Er sprach von „einzigartigen Bildern“ der Hilfsaktionen. „Ich bin mehr als gerührt davon, was ihr alles auf den Weg gebracht habt. Ein ganz großes Danke! Ich bin unglaublich stolz auf euch“, lobte Bürgermeister Dreier.