Katastrophenschutztag war ein voller Erfolg

250 Hilfskräfte machen beste Werbung in eigener Sache auf Rathausplatz und Kamp am Samstag

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© Stadt PaderbornKatastrophenschutztag, Anna Salmen, Paderborn
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Zur Bühne für den Katastrophenschutz wurde am Samstag die Paderborner Innenstadt. Zum landesweiten Katastrophenschutztag zum Thema „Extremwetter“ hatten Land, Stadt und Kreis eingeladen. Und viele, viele Interessierte kamen. "Paderborn bietet beste Bedingungen für dieses wichtige Thema freute sich zur Eröffnung NRW-Innenminister Herbert Reul, der die große Bedeutung des Katastrophenschutzes hervorhob. "Wir wollen gemeinsam mit den Hilfsorganisationen interessante Einblicke geben und das Wissen zur Selbsthilfe fördern“, betonte Bürgermeister Michael Dreier. Paderborn habe durch den Tornado im letzten Jahr erfahren, wie wichtig ein funktionierender Katastrophenschutz ist und sei sehr dankbar, dass das so gut funktioniert habe. Dreier dankte ausdrücklich Innenminister Herbert Reul für die Unterstützung des Landes in dieser für die Stadt schwierigen Situation. Herbert Reul hatte gemeinsam mit Dreier, dem Paderborner Landrat Christoph Rüther und dem Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Ralph Tiesler, auf der Bühne am Rathaus diesen Tag eröffnet

Von 10 bis 17 Uhr waren 250 Hilfskräfte des Technischen Hilfswerks (THW), des Arbeiter Samariter Bundes (ASB), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), des Malteser Hilfsdienstes (MHD), der Johanniter Unfallhilfe (JUH), der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Feuerwehr Paderborn gemeinschaftlich im Einsatz für den Katastrophenschutz und das Ehrenamt. Zum Thema EXTRMWETTER konnten sich die Bürgerinnen und Bürger am Samstag über die gesamte Breite des Katastrophenschutzes informieren und einiges zur Stärkung der Selbsthilfefähigkeit lernen. Und viele Paderbornerinnen und Paderborner machten davon Gebrauch, so dass der Tag aus Sicht der Organisatoren ein voller Erfolg wurde.

Ein sehr abwechslungsreiches Programm mit Laienreanimation, Musik und Live-Übungen, beispielsweise von verschütteten Personen, fand großes Interesse. In einem Tauchcontainer hat der DLRG auf dem Schulhof des Theodorianums interessante Einblicke in die Unterwasser Rettung gegeben. Moderiert wurde die Veranstaltung von Clari, einem von WDR-bekannten Gesicht, das auch die vorangegangenen Katastrophenschutztage in Bonn, Dortmund und Krefeld begleitet hat.

Jede Organisation präsentierte sich mit einer „Themeninsel“ inklusive Fahrzeugausstellung und beantwortete die Fragen der Besucher*innen zum Thema Ehrenamt und Katastrophenschutz. Die Infostände, in denen verschiedene Themen wie Hochwasser, Starkregen, Stromausfall oder Tornado spielerisch erklärt wurden, haben besonders das Interesse der kleinen Gäste geweckt.

Im Auftrag vom NRW-Innenminister Herbert Reul ist die Bezirksregierung Detmold an die Stadt Paderborn mit dem Wunsch herangetreten, im Einvernehmen mit dem Kreis Paderborn den Katastrophenschutztag NRW 2023 in Paderborn auszurichten. „Wir sind diesem Wunsch sehr gerne nachgekommen, haben wir doch gerade beim Tornado im letzten Mai erfahren, wie wichtig die Arbeit der Einsatzkräfte ist. Die zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer, Vereine, Verbände, die Krankenhäuser, die Feuerwehren, Ämter und Hilfsdienste haben wie ein Uhrwerk ineinandergegriffen.

„Ohne ehrenamtliches Engagement der Hilfsorganisationen und der freiwilligen Feuerwehren ist die wichtige Aufgabe Katastrophenschutz auch im Kreis Paderborn nicht leistbar“, ergänzt Landrat Christoph Rüther. Der Katastrophenschutztag NRW sollte der Bevölkerung zeigen, wie interessant und abwechslungsreich ein Ehrenamt im Katastrophenschutz sein kann und wie man sich selbstständig auf den Ernstfall vorbereiten kann.

Die Hauptgefahren durch Extremwetter stellen zum Beispiel Hochwasser oder extreme Wetterlagen, wie Stürme, starke Regenfälle oder Dürreperioden, dar. Das Gleiche gilt aber auch für große Unglücksfälle mit vielen Verletzten oder für die Freisetzung von besonderen Gefahrenstoffen in die Luft, den Boden oder das Wasser. Der Katastrophenschutz ist auch gefordert, wenn Pandemien drohen oder kritische Infrastruktureinrichtungen, wie etwa die Stromversorgung oder Kommunikationsverbindungen, ausfallen.

Der Katastrophenschutztag des Landes Nordrhein-Westfalen wurde im Rahmen der Imagestrategie für das Ehrenamt erstmalig im Jahr 2021 in der Stadt Bonn ausgerichtet. Es folgten im Jahr 2022 weitere Katastrophenschutztage in den Städten Dortmund und Krefeld.