„Die Kultur in unserer Stadt mit großer Überzeugung mitgestaltet“

Paderborner Kulturpreis 2023 an Birgit Aßhoff verliehen

© Stadt PaderbornKulturpreisverleihung
© Stadt PaderbornLaudatio

Zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und Universität waren am Sonntagmorgen im Paderborner Rathaus erschienen, als Bürgermeister Michael Dreier die Verleihung des Paderborner Kulturpreises 2023 an Birgit Aßhoff eröffnete. Dass der Jury insgesamt 40 Vorschläge aus der Paderborner Bevölkerung vorlagen, zeige die Vielfalt und Relevanz von Kultur in der Stadt Paderborn. Er bedankte sich bei der Preisträgerin, denn „Birgit Aßhoff hat die Kultur in unserer Stadt mit großer Überzeugung mitgestaltet“, so Dreier.

Die Stadt vergibt den Kulturpreis zum 22. Mal. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird seit 2005 wieder alle drei Jahre vergeben. Das Preisgericht unter Vorsitz von Michael Dreier hatte entschieden, dass in diesem Jahr Birgit Aßhoff ausgezeichnet wird, die seit den späten 80er Jahren fester Bestandteil der Paderborner Kulturszene. Sie arbeitet als Choreographin, Tänzerin, Performerin und in den letzten Jahren auch als Filmemacherin mit Projekten in Paderborn, Westfalen, Deutschland und verschiedenen Teilen Europas und Südamerikas. Nach Anfängen an der Uni Paderborn erhielt Birgit Aßhoff eine Tanz- und Theaterausbildung an der „Etage“ in Berlin und beim „Théatre Corps Acteur“ sowie der „École de Mime Corporel“ in Paris und bildete sich vielfach weiter. Birgit Aßhoff hat Projekte in Ostwestfalen und im Sauerland realisiert und diese mit den jeweiligen Städten, vor allem Paderborn, verbunden. Seit 2008 gibt es die Gruppe „Wilder Aufbruch“ mit engagierten Paderbornerinnen, mit der Birgit Aßhoff partizipative Tanz- und Performance-Projekte realisiert, unter anderem im Rahmen der vom Land NRW geförderten Reihe „Tanz OWL“. Seit 2013 wird Birgit Aßhoffs Arbeit wesentlich von dem in Paderborn ansässigen gemeinnützigen Verein „Alles Kunst e.V.“ unterstützt, in dem sich Paderbornerinnen und Paderborner kulturell engagieren. 2022 wurde der Verein unter 219 Bewerbungen als eines von 12 Projekten für den NRW-Engagement-Preis der Landesregierung NRW und der NRW-Stiftung nominiert.

Ihre weitreichenden Aktivitäten und dessen Relevanz hob auch Christoph Gockel-Böhner, Kulturamt der Stadt Paderborn, in seiner humorvollen Laudatio hervor: „Autonome, zweckfreie Kunst wie die von Birgit Aßhoff ist unverzichtbar. Jede Gesellschaft braucht solche kreativen und unbeirrten Köpfe, wie den, der auf Birgit Aßhoffs Hals sitzt.“

In ihrer anschließenden Rede, bedankte sich die Preisträgerin nicht nur bei den Menschen, die sie vorgeschlagen haben, sondern auch bei der Jury und ausgewählten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus verschiedenen Epochen ihres Werdegangs. Es sei eine große Ehre, diesen Titel nun drei Jahre zu tragen.

Für die musikalische Umrahmung sorgten Uli Kloppenburg am Saxophon und Gerhard Gemke am Klavier.