Führung durch die Ausstellung „`Rassendiagnose Zigeuner`“ – Der Völkermord an …

Führung durch die Ausstellung „`Rassendiagnose Zigeuner`“ – Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Weg der Anerkennung.“

© Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in HeidelbergAusweis

Am Sonntag, 8. Januar, um 15 Uhr im Stadtmuseum

Das Stadtmuseum lädt zu einer letzten öffentlichen Führung am Sonntag, 8. Januar, um 15 Uhr in die Ausstellung „`Rassendiagnose Zigeuner` - Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Weg der Anerkennung“ ein. Im Anschluss an die Führung erfolgt ein Gespräch mit Giano Weiß. Er berichtet über die heutige Situation der Sinti und Roma in Deutschland.

Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Verfolgung von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Schätzungsweise 500.000 Sinti und Roma wurden in Europa von den Nationalsozialisten ermordet. Der Perspektive der Täter werden in der Ausstellung Zeugnisse der Opfer gegenübergestellt: Historische Familienfotos von Sinti und Roma geben Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen und lassen sie als Individuen hervortreten. Damit macht die Ausstellung die zerstörten Lebenswege hinter den abstrakten Dokumenten der bürokratisch organisierten Vernichtung sichtbar.

Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Beitrag über die Geschichte der Sinti und Roma in Paderborn, der durch das Stadt- und Kreisarchiv Paderborn erarbeitet worden ist.
Die Führung will einen Einblick in die Geschichte der Sinti und Roma im Zweiten Weltkrieg geben und zeigen, wie lange der Weg der Anerkennung war und ist.

Die Ausstellung endet am 8. Januar. Der Eintritt ist das Stadtmuseum ist an diesem Tag frei.

Nähere Informationen gibt es bei Carolin Ferres, Museumspädagogin, telefonisch erreichbar unter der Rufnummer 05251/881 1695 oder per Email unter c.ferrespaderbornde.

Die Ausstellung wurde kuratiert durch das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Heidelberg und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.