„Städtepartnerschaften leben vom Geben und Nehmen“
Jährliche Sitzung des Partnerschaftskomitees im historischen Rathaus
Übereinstimmend erleichtert darüber, dass ein persönlicher Austausch nach dem Wegfall der pandemiebedingten Einschränkungen wieder möglich ist, zeigten sich die Teilnehmenden des Partnerschaftskomitees der Stadt Paderborn in ihrer jährlichen Sitzung. Am Dienstag, 14. März, folgten die Mitglieder des Komitees der Einladung von Bürgermeister Michael Dreier zu einem Austausch in den großen Saal des historischen Rathauses. Neben Vertretenden von Freundeskreisen, Vereinen, Schulen, Institutionen und Gruppen aus Paderborn nahm in diesem Jahr erstmals auch Recep Alpan für den Integrationsrat der Stadt an der Sitzung teil. Im Namen des Gremiums sprach er seinen Dank für die Aufnahme in das Komitee aus und lobte das ehrenamtliche Engagement aller an den Partnerschaften Beteiligten.
Als eine Tradition bezeichnete Michael Dreier die Berichte über die durchgeführten und geplanten Aktivitäten der Vereine. Neben der Einladung aller Partnerstädte zum Liborifest standen im vergangenen Jahr auch der Empfang von Prince Edward in Paderborn und der Besuch der 30. Deutsch-Spanischen Kulturwoche mit dem Domchor in Pamplona als Höhepunkte auf dem Programm. Aus dem gelebten kulturellen Austausch im Schulalltag berichteten Vertretende der Gesamtschule Paderborn-Elsen, die auf eine jahrzehntelange Geschichte von Schüleraustauschen und Austauschpraktika in Pamplona, Le Mans und Bolton zurückblickt.
Um den sechs Partnerstädten auch im Stadtbild Sichtbarkeit zu verschaffen, wurde unter Mitwirken der Partnerschaftsvereine die Gestaltung des Partnerschaftsgartens auf dem Gelände der Landesgartenschau in Schloß Neuhaus im Vorhinein neu geplant. Die verabschiedeten Pläne stellte Matthäus Janczyk vom Amt für Umweltschutz und Grünflächen vor. „Voraussichtlich am Ende der Sommerferien wird die Neugestaltung abgeschlossen sein und der Garten für Besucher zugänglich gemacht“, berichtete er. „Die Erneuerung ist schon lange ein Thema“, unterstrich Bürgermeister Dreier, „die Pläne halte ich für sehr gelungen und der Garten wird eine tolle Ergänzung zur grünen Lunge unserer Stadt“.
Die aktuell umso größere Bedeutung von Freundschaften stellte Erika Kaiser, stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreis Paderborn/Przemysl hervor. „Unsere Städtepartnerschaften leben vom Geben und Nehmen“, sagte Kaiser und betonte die gegenseitige Unterstützung nach dem Tornado in Paderborn und insbesondere seit Beginn des Kriegs in der Ukraine. Auch Stefan Schwan, Präsident der Deutsch-Russischen Gesellschaft, berichtete von den Aktivitäten des Vereins, „die von einer deutlichen Positionierung zeugen“, so Schwan. Mit Veranstaltungen wie dem „Fest der Begegnung“ und dem „Ukraine Kontakt Café“ setzt sich die DRG für die Integration und die Unterstützung der Geflüchteten aus der Ukraine ein. Für den Aufbau der zerstörten Gebiete nach dem Erdbeben in der Türkei und in Syrien engagiert sich fortlaufend die Deutsch-Türkische Gesellschaft, die unter anderem ein eigenes Spendenkonto eingerichtet hat. Bürgermeister Michael Dreier dankte den Engagierten für ihren ehrenamtlichen Einsatz und die tolle Unterstützung, die das ganz besondere an Paderborner Freundschaften sei, sagte er.
Die diesjährigen Programme der Partnerschaftsvereine, die sich an die Bürgerinnen und Bürger richten, können dem Partnerschaftsjournal der Stadt Paderborn sowie den jeweiligen Webseiten der Vereine entnommen werden.