Gemeinsames Erinnern an die Opfer der Bombenangriffe

Kranzniederlegung am Mahnmal Busdorfwall

© Stadt PaderbornGedenkveranstaltung

350 Opfer, Zerstörung von 85 Prozent der Bausubstanz, 1500 Großbrände – All das hatte die Stadt Paderborn am 27. März 1945 zu beklagen, als sie das Ziel eines verheerenden Bombenangriffs während des zweiten Weltkriegs wurde. Große Teile der Stadt gingen in Flammen auf, nichts als Schutt und Asche blieb übrig.
Zum Gedenken an die Opfer und zur Mahnung an die Lebenden fand traditionell zum Jahrestag des Angriffs am vergangenen Montag eine Gedenkveranstaltung mit anschließender Kranzniederlegung am Mahnmal am Busdorfwall statt.
Bürgermeister Michael Dreier rief zu Toleranz, Rücksichtnahme und einem friedlichen Miteinander auf. Der Angriff auf die Ukraine zeige deutlich, dass Frieden nicht garantiert und selbstverständlich sei, so Dreier. Da es von Jahr zu Jahr weniger Zeitzeugen gebe, sei es „ein besonders schönes Zeichen, dass bei der Gedenkveranstaltung am Mahnmal Jahr für Jahr Jugendliche und junge Erwachsene einen Beitrag gegen das Vergessen leisten“.
Musikalisch begleitet wurde die Gedenkveranstaltung von den Turmbläsern des Gymnasiums Theodorianum. Auch die Gestaltung der Gedenkfeier übernahmen in diesem Jahr mit einem bewegenden Wortbeitrag die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Theodorianum.
Gemeinsam mit Oberstleutnant Marco Maulbecker und Colonel Mike Foster-Brown legte Michael Dreier am Mahnmal einen Kranz nieder und gedachte gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Gedenkveranstaltung der Opfer, bevor in Stille auseinander gegangen wurde.