Umweltminister Oliver Krischer in der Paderstadt zu Gast

Am 29. April besichtigte der Umweltminister die urbane Wasserlandschaft Pader

© Stadt PaderbornDSC_2375.JPG, Miriam Brune

„Herzlich Willkommen in unserer schönen Paderstadt. Ich freue mich sehr, heute gemeinsam mit Ihnen die grüne Lunge unserer Stadt, das innerstädtische Paderquellgebiet und den kürzesten Fluss Deutschlands zu erkunden. Bereits Karl der Große hat die vorteilhafte Lage an den Quellen erkannt. Seit mehr als 1200 Jahren haben Menschen aus ganz Europa unsere städtische Wasserkultur geprägt. Darauf sind wir sehr stolz und freuen uns, Ihnen das Herz unserer Stadt heute ein bisschen näher bringen zu können“, so Bürgermeister Michael Dreier.
Nach der offiziellen Begrüßung durch den Bürgermeister präsentierten Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn und Jessica Schütte, Leitung des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn, die Flusslandschaft Pader, die Umsetzung der Paderseeumflut zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und die Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel 2025. An diesem Projekt, welches unter dem Motto „Stadt. Mensch. Fluss. Die Pader für Europa“ steht, arbeiten die Stadt und die Universität Paderborn gemeinsam seit Dezember 2020. „Mit den -zum Teil auf Bundesebene ausgezeichneten- Maßnahmen an der innerstädtischen Pader können wir zeigen, dass sich ökologische Aufwertung und Renaturierung einerseits und Attraktivierung als Nacherholungsgebiet andererseits hervorragend ergänzen können.“ freut sich auch Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn.

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das mittlere Paderquellgebiet konnte sich Umweltminister Oliver Krischer ein eigenes Bild „Rund um die Pader“ machen, einen Blick in den Paderauenpark und den Geißelschen Garten werfen aber auch die Schäden welche durch den Tornado entstanden sind begutachten. Im Mittelpunkt standen sowohl die Einzigartigkeit der Quell- und Flusslandschaft der Pader in Europa als auch Aspekte, die repräsentativ für eine gesamteuropäische Wasserkultur sind.

Die Stadt Paderborn bewirbt sich für das Europäische Kulturerbe-Siegel 2025, weil Paderborn in Sachen Wasserkraftnutzung im europäischen Vergleich während der Frühen Neuzeit eine Spitzenposition einnahm und der Schutz und Erhalt der Flusslandschaft Pader zur Bewahrung des kulturellen und natürlichen Erbes Europas beiträgt. Die Flusslandschaft Pader und ihr Quellgebiet veranschaulicht in besonderer Weise, dass Wasser nicht nur natürlich, sondern auch historisch, politisch, sozial und kulturell ist. Denn die Pader ist und war schon immer eng mit dem Leben und der kulturellen Identität der Bevölkerung verbunden.