Umfangreiches malerisches Werk von Josefthomas Brinkschröder

Stadtmuseum nimmt noch weiter Hinweise entgegen

© Stadt PaderbornVortrag

Der Freundeskreis Josefthomas Brinkschröder e.V. hatte zu einem Vortrag in das Rathaus eingeladen, bei dem zahlreiche Besuchende viel Neues und teilweise noch Unbekanntes über den Künstler aus dem Riemekeviertel erfahren konnten. Seit drei Jahren lässt der Verein ein Werkverzeichnis von JoTo Brinkschröder (1909-1992) erstellen.

„Eine Stadt wird geprägt von ihrer Geschichte, von ihren Bewohner*innen und besonders von den Menschen, die sie mit gestalten auf unterschiedliche Art und Weise. Im Namen der Stadt bin ich dem Freundeskreis Brinkschröder und dem Stadtmuseum sehr dankbar, dass sie es möglich machen, auch unseren nachfolgenden Generationen durch ihr Engagement den Künstler und seine Werke in Erinnerung zu halten“, so die stellvertretende Bürgermeisterin Paderborn Sabine Kramm bei ihrer Begrüßung.
In ihrem anschließenden Vortrag stellte die Kunsthistorikerin Heike Sondermann, die auch das Werkeverzeichnis für den Verein erstellt, das malerische Werk vor, das seit Beginn ihrer Recherchen über 300 Gemälde aufweist. Einen Schwerpunkt bilden da Brinkschröders Arbeiten mit Paderborn Bezug, Bilder der brennenden Stadt 1945, Ansichten des Liborifestes oder des Doms. Weitere wichtige Themenkomplexe in seinem malerischen Werk waren auch immer wieder das Thema „Frauen“ und „die gemalte Skulptur“. Brinkschröder war ausgebildeter Bildhauer und studierte an der Universität der Künste in Berlin, wo er 1941 Meisterschüler im Bereich Baukunst bei Franz Blazek (1887-1941) wurde.

„Er lebte von und für die Kunst und ließ sich von mannigfaltigen Dingen inspirieren. So schuf er Kunst über Kunst, Kunst über Sport oder Kunst über Zeitgeschehen. Viele Einflüsse des 20. Jahrhunderts sind ersichtlich, jedoch hat er einen eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelt“, so Sondermann in ihrem kurzweiligen Vortrag. Eine Gesprächsrunde im Anschluss mit dem Sammler Prof. Dr. Volker de Vry, Michael Brinkschröder, Sohn des Künstlers, Heike Sondermann und Markus Runte vom Stadtmuseum beleuchtete nochmal das Leben von Josefthomas Brinkschröder und seine wirkungsvolle Schaffenszeit von über fünf Jahrzehnten.
Der Freundeskreis nimmt auch weiterhin noch Informationen zu den Gemälden des Künstlers entgegen, zu melden im Stadtmuseum telefonisch unter 05251/8811247.