Stadtentwässerungsbetrieb Paderborn (STEB) schließt Kanalinspektion in Marienl …
Stadtentwässerungsbetrieb Paderborn (STEB) schließt Kanalinspektion in Marienloh ab
Untersuchung lief seit September 2022
Der Stadtentwässerungsbetrieb Paderborn (STEB) schließt die Kanalinspektion in Marienloh ab. Seit September 20233 waren die Kanäle untersucht worden.
Im Untergrund des Stadtgebietes Paderborn befindet sich ein Netz aus Entwässerungskanälen mit einer Länge von mehr als 1.000 km. Dazu addieren sich noch ca. 42500 Grundstücksanschlussleitungen mit einer Länge von etwa 210 km. Für die Zugänglichkeit und Instandhaltung dieses umfangreichen Kanalnetzes befinden sich mehr als 25700 Kontrollschächte in der Regel in den öffentlichen Verkehrsflächen, die an den meist runden, gusseisernen Schachtdeckeln an der Oberfläche zu erkennen sind. Das im gesamten Stadtgebiet anfallende Schmutzwasser wird der zentralen Kläranlage in Paderborn-Sande zugeleitet, wo es nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik
gereinigt und anschließend in die Lippe eingeleitet wird. Durchschnittlich werden in der Paderborner Kläranlage pro Jahr etwa 15 Millionen Kubikmeter Abwasser behandelt. Umgerechnet entspricht dies etwa 14.270 Badewannenfüllungen, die Stunde für Stunde der Kläranlage zufließen und dort gereinigt werden.
Verantwortlich für den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung der öffentlichen Abwasseranlage in Paderborn ist der Stadtentwässerungsbetrieb (STEB).
Zur fortlaufenden Überprüfung des baulichen Zustands der Kanalisation inspiziert der STEB Jahr für Jahr durchschnittlich 70 km seines Netzes einschließlich der Grundstücksanschlussleitungen und der Kontrollschächte. Den rechtlichen Rahmen dafür bildet in Nordrhein-Westfalen die Selbstüberwachungsverordnung Abwasser (SüwVO Abw).
Zuletzt wurde turnusmäßig die öffentliche Kanalisation in Marienloh inspiziert. In der Zeit von September 2022 bis heute wurden durch die Firma Lobbe Kanaltechnik GmbH im Auftrag des STEB etwa 28.700 m Hauptkanäle, ca. 684 Kontrollschächte und rd. 2.124 Hausanschlüsse mit einer Länge von ca. 5,0 m mit modernster Inspektionstechnik untersucht.
Die so gewonnenen Inspektionsdaten werden beim STEB von den Techniker*innen und Ingenieuren*innen in das Kanalinformationssystem (KIS) importiert und ausgewertet. Auf Grundlage dieser Informationen erfolgt die Planung und letztlich auch die bauliche Umsetzung der notwendigen Reparatur-, Renovierungs- und Erneuerungsmaßnahmen zur nachhaltigen Bewirtschaftung einer fachund umweltgerechten Stadtentwässerung.
Die erforderlichen Reinigungs- und Inspektionsarbeiten fanden verfahrensbedingt mit unterschiedlichen Inspektionstechniken in mehreren, zeitlich voneinander getrennten Arbeitsschritten statt. Auch wenn die Inspektionsarbeiten in der Regel nur einen kurzzeitigen Eingriff in den öffentlichen Verkehr darstellten, so führten diese dennoch zu zeitweiligen Behinderungen im Straßenverkehr.
Der STEB bedankt sich bei den Marienloher*innen für ihr Verständnis und die gute Zusammenarbeit