Blaualgen im Lippesee in Paderborn-Sande

Kreis Paderborn warnt vor dem giftigen Befall und weist auf das Schwimmverbot in Baggerseen hin!

© Kreis PaderbornBlaualgenbefall

Pressemeldung des Kreises Paderborn (krpb). Im Rahmen einer regelmäßigen Kontrolle am Lippesee in Paderborn-Sande hat das Kreisumweltamt am Donnerstag, 29. August 2024, einen großflächigen Blaualgenbefund des Gewässers in verschiedenen Teilbereichen festgestellt. Die giftigen Algen bilden etwa 20 bis 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche grüne Schlieren.

„Nährstoffe, Sonneneinstrahlung und warme Temperaturen begünstigen das Bakterienwachstum in Baggerseen“, erklärt Markus Brökling, Leiter des Kreisamtes für Umwelt und Naturschutz. Das für den am Lippesee ausgewiesenen Badebereich zuständige Kreisgesundheitsamt war ebenfalls heute, wie auch in den vergangenen Tagen, vor Ort und hat die Blaualgen auch im Bereich das Badestrandes entdeckt. „Der Kontakt mit dem Wasser muss unbedingt vermieden werden. Daher haben wir dem Ordnungsamt der Stadt Paderborn sofort empfohlen, den Badebereich zu sperren“, erklärt Dr. Constanze Kuhnert als Leiterin des Kreisgesundheitsamtes. Auch der Betreiber des Badestrands ist informiert. Das Verschlucken des Wassers und das Baden können sowohl zu Erbrechen, Fieber, Durchfall oder gar Atemnot führen. Es kann zur Lebensgefahr kommen.

In Baggerseen gilt generell ein Badeverbot, darauf weist der Kreis Paderborn ausdrücklich hin. Schwimmen ist am Lippesee wenn nur am ausgewiesenen Badestrand erlaubt, der nun aber auch von den Algen befallen ist.

„Wir rechnen mit einer weiteren Ausbreitung auf dem Lippesee und auch damit, dass weitere Abgrabungsseen betroffen sein werden“, so Markus Brökling weiter. Maßnahmen gegen die Blaualgen sind nicht möglich. Nur Regenschauer und kühlere Temperaturen können helfen.