Multimediavortrag: Faszination Äthiopien

Seit vielen Jahren ist der Geograph Ulrich Fälker unterwegs

© Ulrich FälkerGrasboote

Seit drei Jahrzehnten ist der studierte Geograph Ulrich Fälker gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Sabine auf dem Globus unterwegs. Gemeinsam haben sie fast jeden Kontinent erkundet und viele unvergessliche Momente erlebt. Diese Erlebnisse und Abenteuer teilen sie in ihren Reise-Reportagen mit interessierten Zuschauern, wobei es Ihnen ein Anliegen ist, die Einzigartigkeit und die sensiblen Facetten unserer Erde sichtbar zu machen.

Am Montag, 15. April 2024 präsentiert er um 19 Uhr auf Einladung der Volkshochschule Paderborn seinen Multimediavortrag mit dem Titel „Faszination Äthiopien“ im Historischen Paderborner Rathaus.

Ursprungsland des Kaffees, Wiege der Menschheit, Dach Afrikas, 3000 Jahre Siedlungsgeschichte, älteste christliche Kultur des Kontinents, Heimat ursprünglicher afrikanischer Kulturen, Sehnsuchtsort der Rastafaris und vieles mehr! Äthiopien ist eine der vielfältigsten Regionen des afrikanischen Kontinents. Das Land am Horn von Afrika, hat mehr als 115 Mio. Einwohner*innen, über 80 ethnische Gruppen, ebenso viele Sprachen und über 200 Dialekte, ist faszinierend und für Reisende sehr fordernd, da sie unterwegs sind in einer Region geographischer Extreme: Es gibt ausgedehnte und fruchtbare Hochflächen, die dem Land den Beinamen „Dach Afrikas“ eingetragen haben. Dort, wo die dichte Besiedlung der Natur Raum lässt, im Simien- oder Bale-Nationalpark, sind seltene, oft gefährdete Tierarten wie das Berg-Nyala oder der abessinische Wolf zu Hause.

Der mächtige afrikanische Grabenbruch spaltet die Hochländer im Süden. An seinem Grund finden sich Savannenländer, fischreiche Seen und die heiße Danakil-Wüste. Doch vor allem die kulturelle Vielfalt ist faszinierend. In den Bergregionen des Nordens findet sich eine christliche Kultur, die zu den ältesten der Welt zählt. Die antike Stadt Axum und die Felsenkirchen des Tigray und Lalibelas sind Zeugen des frühen Christentums in Äthiopien. Beim Osterfest in Lalibela ist die Lebendigkeit der alten Kultur deutlich zu spüren. Dem gegenüber ist der Südosten des Landes islamisch geprägt.

In den engen, weiß getünchten Gassen der UNESCO-Welterbe-Stadt Harar tauchen Reisende in das dichte Gedränge der Märkte ein. Tief im Süden an der Grenze zu Kenia leben 14 Völker an den Ufern des Omo-Flusses. Ihre Kultur ist in der Existenz bedroht, aber noch lebendig. Für Ethnolog*innen ist es eine der interessantesten Regionen Afrikas, denn hier finden sich viele Elemente traditionellen afrikanischen Lebens, gefährdet durch Staudamm-Projekte der äthiopischen Regierung. Mehr unter https://ulrich-faelker.de.

Bei einer Tasse Kaffee und der Anmutung einer Äthiopischen Kaffee-Zeremonie können sich die Besucher*innen genussvoll auf dieses sagenumwobene Land mit seiner mehr als 3000-jährigen Geschichte einstimmen.

Der Eintritt in die Veranstaltung kostet 14 Euro im Vorverkauf und 16 Euro an der Abendkasse. Anmeldungen nimmt die vhs online unter www.vhs-paderborn.de und telefonisch unter 05251/ 8814300 entgegen.