Bürgermeister ehrt Beigeordneten

Wolfgang Walter ist seit 40 Jahren im öffentlichen Dienst tätig

© Stadt Paderborn40. Jubiläum Wolfgang Walter Urkundenübergabe
© Stadt Paderborn40. Jubiläum Wolfgang Walter

„Ich bin jemand, der ungemein interessiert ist an Menschen, deren Leben und deren Schicksal. In meinem Job kann man zum Glück ein ganzes Stück in diese Richtung wirken.“ Wolfgang Walter ist seit 22 Jahren Beigeordneter der Stadt Paderborn und weiß, wovon er spricht: Im April vollendete der Diplom-Theologe seine 40-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Bürgermeister Michael Dreier überreichte ihm im Beisein des Verwaltungsvorstandes eine Ehrenurkunde der Stadt Paderborn.

Bevor es Wolfgang Walter nach Nordrhein-Westfalen zog, arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neues Testament der Universität Bamberg (1983-1984) sowie als hauptamtlicher Diözesanvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend im Bistum Bamberg (1984-1988). Außerdem war er acht Jahre lang als Leiter des Jugendamtes der Erzdiözese Bamberg angestellt. Für die Leitung des Jugendamtes der Stadt Paderborn war der 66-Jährige schließlich im Januar 2000 aus seiner Heimatstadt an die Pader gezogen.

Zu Walters Dezernat gehören heute das Jugendamt und das Sozialamt, das Schulverwaltungs- und Sportamt, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule sowie der städtische Bäderbetrieb. „Am Anfang gab es auch noch den Kulturbereich, um den ich mich zu kümmern hatte“, erinnert sich Wolfgang Walter, der im Mai 2002 zum Beigeordneten ernannt wurde. „Als neu gewählter Beigeordneter musste ich erst einmal einen Überblick bekommen und mich in die Bereiche einarbeiten, die ich noch nicht kannte“, berichtet Walter. „Ich musste außerdem lernen, dass zum Beispiel die medizinische Versorgung, die Unterbringung von Senioren oder auch die Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Paderborn Sache des Kreises sind.“

Durch den Verkauf der Stadtwerke habe er mit seinen Kolleginnen und Kollegen in den Anfangsjahren seines Wirkens größere Projekte anschieben können. „Generell ist Anfang der 2000er Jahre eine Art Aufbruchstimmung zu spüren gewesen“, sagt Walter rückblickend. „Damals waren diese kriegshaften Zustände, wie wir sie heute haben, nicht vorstellbar.“

Wenn er an zentrale Themen in den vergangenen zehn Jahren zurückdenkt, fällt Wolfgang Walter sofort der Aufbau von zahlreichen Kindertagestätten ein, was er auch weiterhin für relevant hält. Der Beigeordnete erlebte außerdem die Einrichtung einer dritten städtischen Gesamtschule, der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule. „Auch in Sachen OGS konnten und können wir uns sehen lassen“, sagt er.
Das Thema Geflüchtete sei insbesondere ab 2015 ebenfalls von zentraler Bedeutung gewesen. „Es war wichtig, dass wir uns gut aufstellen und den Menschen bei ihrer Integration in die Stadtgesellschaft helfen.“ Ein großes persönliches Anliegen war und ist Wolfgang Walter auch die Absicherung sowie der Ausbau des Paderborner Frauenhauses.

An seinem Job schätzt Wolfgang Walter vor allem die Möglichkeiten, andere Menschen unterstützen zu können. Sei es in den Bereichen Sport, Soziales oder Bildung: „Ich kann durch meine Arbeit die Lebensqualität oder auch die Zukunftschancen vieler Menschen verbessern“, meint er.
Im November dieses Jahres ist damit – zumindest offiziell – erst einmal Schluss. Dann wird sich der Beigeordnete in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden.