4. Sinfoniekonzert in der Paderhalle
Am Freitag, 4. Oktober
Beim 2. Sinfoniekonzert der städtischen Serie mit der Nordwestdeutschen Philharmonie am Mittwoch, 2. Oktober, um 19:30 Uhr in der Paderhalle zeigt sich mal wieder: Klassische Musik ist ein internationaler Schmelztiegel. Das Hauptwerk des Konzerts, Mendelssohns vierte Sinfonie, stammt von einem zum Protestantismus konvertierten deutschen Juden, der seine in London uraufgeführte Sinfonie unter den Eindrücken seiner italienischen Reise in Berlin geschrieben hat.
Davor erklingen das Klavierkonzert eines deutschen Weltbürgers mit flämischen Vorfahren, der in Österreich berühmt wurde, und die Ouvertüre einer italienischen Oper, die von einem Salzburger für Prag komponiert wurde: Beethovens drittes Klavierkonzert und Mozarts Ouvertüre zu „La clemenza di Tito“.
Die Orchestermitglieder kommen aus Asien und Europa, der Dirigent Leslie Suganandarajah ist ein Deutscher, dessen Eltern einst vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Deutschland flohen und für die europäische Klassik etwas „Außerirdisches“ war. Er sagte im NDR: „Die Aussage eines dunkelhäutigen Kindes, Klassik sei was für Weiße, hat mir das Herz gebrochen. Da müssen wir was tun!“
Um alles noch abzurunden, ist als Klaviersolistin Ying Li dabei. Sie ist Chinesin und studierte in den USA.
Eintrittskarten zu Preisen zwischen 38 und 11 Euro sind im Ticket-Center am Königsplatz erhältlich (Tel. 05251 – 29 97 50), alternativ auch online über www.paderhalle.de. Mit dem AStA-Kulturticket ist der Eintritt an der Abendasse kostenfrei.