Gesellschaftlicher Zusammenhalt und lokales Engagement
Sander Gemeindeforum e.V., Labori e.V. und Kontaktclowns nase.weise mit dem Heimat-Preis 2025 ausgezeichnet
Am Samstagnachmittag wurden im großen Sitzungssaal des Rathauses das Sander Gemeindeforum e.V., der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur Labori e.V. und die Kontaktclowns nase.weise mit dem Heimat-Preis 2025 ausgezeichnet.
Unter dem Motto „Heimat ist Gemeinschaft in Vielfalt“ wurde der Heimat-Preis der Stadt Paderborn nun schon zum sechsten Mal an Personen und Institutionen verliehen, die sich um lokales Engagement verdient gemacht haben. Bürgermeister Stefan-Oliver Strate hieß die Preisträgerinnen und Preisträger willkommen und betonte dabei die Bedeutsamkeit „als Bürgergesellschaft zusammenzustehen“ und das „bürgerliche Engagement wertzuschätzen“. Der Heimat-Preis wird gefördert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW. Ziel der Auszeichnung ist es, das Ehrenamt wertzuschätzen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und lokale Besonderheiten sichtbar zu machen sowie zu weiterem Engagement zu motivieren. Aus insgesamt 16 Vorschlägen aus der Bevölkerung entschied sich der Stadtrat, auf Vorschlag eines fachbereichsübergreifenden Verwaltungsgremiums in seiner Sitzung am 30. Oktober 2025, für die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger.
Das Sander Gemeindeforum erhielt den ersten Preis, dotiert mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. Der zweite und dritte Preis mit jeweils 1.500 Euro wurde dem Verein zur Förderung von Kunst und Kultur Labori e.V. und den Kontaktclowns nase.weise überreicht.
Das Sander Gemeindeforum ist ein Dachverband der im Paderborner Stadtteil Sande aktiven Vereine, Kirchen und öffentlichen Institutionen. Zweck des Vereins ist die Förderung des Gemeindelebens in Sande. Um dies auf einfachste Weise zu ermöglichen, wird das Engagement vor Ort gebündelt, damit die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gruppen bestens funktioniert. Nicht nur die Organisation von Veranstaltungen, örtlichen Terminen und Projekten ist ein fester Bestandteil der Aufgaben, auch die Förderung der Identität und der Geschichte Sandes ist eine zentrale und wichtige Aufgabe des Gemeindeforums. Der erste Vorsitzende Jürgen Heggemann empfing den Heimat-Preis und betonte das Miteinander in Sande. Er hoffe, diese Zusammenarbeit mache auch in anderen Orten die Runde und bedankte sich für den Preis, „der dem ganzen Ort zugutekommen wird“.
Der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur Labori e.V. ist ein gemeinnütziger Kulturverein, der sich seit 2015 dafür einsetzt, subkulturelle, künstlerische und kreative Formate zu fördern. Im „Raum für Kunst“, in der Paderborner Innenstadt, realisiert der Verein während der Liborifeierlichkeiten ein mehrtägiges Programm mit Literatur, Theater, Live-Musik, Mode, DJ-Sets und vielem mehr – auch bekannt als „Labori“. Die Veranstaltungen sind komplett ehrenamtlich getragen. Die Mitgliederinnen und Mitglieder des Vereins möchten Kultur möglichst niedrigschwellig, offen und divers anbieten. „Solange wir den Raum mieten können, werden wir weitermachen“, bekräftigte der erste Vorsitzende Björn Sommer.
Zur Freude des gesamten Saals kamen Hildegard Ebe (Clown Paula), Beate Pfennings (Clown Frau Sonderba) und Sr. Hiltrud (Clown Anton) von den Kontaktclowns „nase.weise“ in ihrer weihnachtlich angehauchten Clownskleidung zur Verleihung und sorgten für eine schöne und heitere Stimmung. Die Kontaktclowns nase.weise sind ein Team ausgebildeter Klinik- und Kontaktclowns, die vor allem in Seniorenheimen, Kliniken, Palliativkliniken und sozialen Einrichtungen tätig sind. Dabei geht es nicht um klassische Clown-Unterhaltungen mit Show, sondern um eine einfühlsame Begegnung. Clown Anton alias Sr. Hiltrud erklärte: „In erster Linie gehen wir in den Kontakt und nehmen das auf, was die Menschen uns schenken.“ Sie orientieren sich an den Bedürfnissen der Menschen, improvisieren, schenken Leichtigkeit, Freude und menschliche Wärme. Ihre Arbeit wird durch Spenden finanziert und durch regelmäßige Fortbildungen unterstützt. „Wir hoffen, dass wir das noch lange machen dürfen“, beendeten die Kontaktclowns ihre Rede.
Die Heimatpreise 2020 bis 2024 erhielten ganz unterschiedliche Institutionen, darunter Stadtteil-Initiativen, natur- und geschichtswissenschaftliche Vereine sowie Sportvereine und Kulturvereine mit besonderem Profil, aber auch das HEFT und das FreiWerk.