An welchen Straßen im Stadtgebiet könnte 2026 gebaut werden?
Große Koordinierungsrunde trifft sich am Hoppenhof
Um die für 2026 anstehenden Baumaßnahmen zu koordinieren, miteinander abzustimmen und Synergieeffekte zu nutzen, hat das Straßen- und Brückenbauamt zur großen Koordinierungsrunde (GroKo) in den Hoppenhof eingeladen. Rund 45 Mitarbeiter*innen vom Landesbaubetrieb Straßen.NRW, vom Kreis Paderborn, der Westfalen Weser Netz GmbH (WWN), von Glasfaser Nordwest, der Telekom, den Wasserwerken Paderborn, dem Stadtentwässerungsbetrieb der Stadt Paderborn (STEB), vom PaderSprinter, dem Ordnungsamt, dem Amt für Umweltschutz und Grünflächen sowie die Abteilungen Straßenunterhaltung, Straßenneubau, Straßenplanung, Straßenbeleuchtung und Verkehrstechnik des Straßen- und Brückenbauamtes nahmen zum dritten Mal in diesem Jahr teil. Die GroKo trifft sich seit vielen Jahren drei bis viermal jährlich. Dabei werden Maßnahmen des aktuellen sowie die des nächsten Jahres besprochen. Sofern bereits absehbar werden dort auch die maßgeblichen Projekte der Folgejahre miteinander abgestimmt. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn es sich um Maßnahmen mit besonderer Bedeutung, Tragweite oder komplexen Abhängigkeiten handelt.
Der Investitionsstau der Infrastruktur ist hoch und die Änderungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG) sorgen für eine Vielzahl von Baustellen für 2026, da der Glasfaserausbau in Deutschland in der Gesetzesänderung als überragendes öffentliches Interesse eingestuft wird. Folgende beispielhaft aufgeführten Maßnahmen könnten nächstes Jahr zur Ausführung kommen, Änderungen sind allerdings noch möglich:
Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau eines Telekommunikationsunternehmens in der Paderborner Südstadt, dem Bereich Fürstenallee/Nordstraße, dem Univiertel und dem Bereich Paderborn West soll 2026 weiterlaufen.
Bei der WWN soll es 2026 unter anderem mit den Arbeiten an der Delpstraße weitergehen. Am Südring, vor der Kleingartenanlage, soll im Bereich des Radwegs an den Versorgungsleitungen gearbeitet werden, bevor das Straßen- und Brückenbauamt den Radweg saniert. Auch die Arbeiten zur Erschließung des Gewerbegebiets Barkhausen Süd, die Erneuerung des Teichweges in Benhausen, die Erschließung des Baugebiets Winkelland und die Erneuerung des Rothewegs stehen zusammen mit STEB und Straßen- und Brückenbauamt auf dem Plan.
Beim STEB stehen beispielsweise die Arbeiten an der Penzlinger Straße auf dem Programm. Eine Regenwasserrückhaltung im Zuge der Verlegung des Radweges am Wilhelm-Jacobsen-Weg ist ebenfalls geplant.
Der Landesbaubetrieb Straßen.NRW wird im nächsten Jahr weitere Lichtsignalanlagen im Paderborner Stadtgebiet erneuern und wird, in Abhängigkeit der Zuweisung der Haushaltsmittel, in Unterhaltungsmaßnahmen an Straßen im Stadtgebiet investieren.
Das Straßen- und Brückenbauamt wird unter anderem den Straßenendausbau in den Baugebieten Springbach Höfe und Kreienhöfen fortsetzen. Asphaltdeckensanierungen sind unter anderem Am Stadtberg und in der Klöcknerstraße geplant. Außerdem sollen weitere Rad- und Gehwege saniert werden, beispielsweise am Südring und Am Atlaswerk (Monte Scherbelino).
Das Amt für Umweltschutz und Grünflächen wird im nächsten Jahr die bereits gestarteten Arbeiten am Alanbrooke Park und im Geißelschen Garten fortsetzen. Außerdem starten 2026 die Arbeiten zur Wiederherstellung des Gartendenkmals im Paderquellgebiet sowie die Arbeiten am Springbachplatz im Baugebiet Springbach Höfe, um nur einige der anstehenden Arbeiten zu nennen.
Doch trotz noch so guter Planung und Abstimmung wird die zeitliche Koordinierung der Maßnahmen oft vom aktuellen Geschehen beeinflusst. Dafür sorgen beispielsweise akute Schäden an Straßen, Versorgungsleitungen, Kanälen oder Lichtsignalanlagen. Hinzu kommt, dass manche Maßnahmen zwar zeitgleich in derselben Straße umgesetzt werden könnten, aber aus bautechnischen Gründen nicht geeignet sind um gemeinsam durchgeführt zu werden. Das ist zum Beispiel bei Versorgungsleitungen in unterschiedlichen Tiefenlagen und damit einhergehenden abweichenden Ausbaugeschwindigkeiten der Fall.
Ein anderer Aspekt, der die Koordinierung von Maßnahmen zur Herausforderung macht, sind auftragsbezogene Arbeiten, die durch die Versorgungsträger wie WWN, Wasserwerke, STEB sowie Telekommunikationsunternehmen ausgelöst werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Hausanschlüsse für einen Neubau beantragt werden, die dann auch zeitnah erstellt werden müssen. Es ist daher möglich, dass gerade erneuerte Straßen, trotz Abstimmung und Koordinierung, nur wenige Jahre später für neue Hausanschlüsse oder Ähnliches erneut zur Baustelle werden. Zu diesen Sachverhalten gehört auch der ständig steigende Strombedarf für Elektroautos und Wärmepumpen, der ebenfalls Baumaßnahmen auslöst.
Für städtische Maßnahmen gilt, dass in vielen Fällen zunächst Fördermittel beantragt und politische Beschlüsse eingeholt werden müssen. Der städtische Haushalt muss freigegeben sein und es müssen Bauunternehmen gefunden werden, welche die Maßnahmen zeitnah zu einem wirtschaftlichen Preis ausführen können. Lange Lieferzeiten oder der Fachkräftemangel können ebenfalls dazu führen, dass Maßnahmen nicht so wie geplant ausgeführt werden können.
Zusammenfassend geht es in der großen Koordinierungsrunde um eine erste Abstimmung. Nicht alle hier besprochenen Baumaßnahmen werden dann, aus oben genannten Gründen, tatsächlich termingerecht umgesetzt.
Wenn Baumaßnahmen dann konkreter werden, erfolgt noch mindestens eine detaillierte Feinabstimmung mit allen anderen Bauträgern. „Wir versuchen, die Maßnahmen so gut wie möglich zu bündeln, um die Belastung der Bürger*innen so gering wie möglich zu halten, Abläufe so effizient wie möglich zu gestalten und Kosten zu optimieren“, erklärt Dennis Kleewald, stellvertretender Leiter des Straßen- und Brückenbauamtes. “Oft zeichnet es sich schon in dieser großen Runde ab, dass Maßnahmen auf das Folgejahr verschoben werden müssen, weil manche Baustellen nicht parallel laufen können. Beispielsweise müssen Umleitungsstrecken für den PaderSprinter freigehalten werden oder die Planung des einen Gewerks ist noch nicht so weit abgestimmt und beschlossen, wie die Planung für das andere Gewerk. Sofern es möglich ist, werden solche Maßnahmen dann verschoben, um sie im nächsten Jahr gemeinsam abzuwickeln“, so Kleewald weiter.
Für alle Baumaßnahmen gilt jedenfalls, dass direkt betroffene Anwohnende vor Beginn einer Baumaßnahme schriftlich benachrichtigt werden. Die Stadt Paderborn informiert über städtische Baumaßnahmen außerdem über die Presse und die Homepage www.paderborn.de. Alle städtischen Baumaßnahmen sind außerdem unter paderborn.de/baustellen zu finden. Hier können sich Interessierte auch für einen Baustellen Newsletter anmelden und bekommen alle Baustellen, die in den Baustellenkalender eingestellt werden, per Mail zugeschickt.