Bürgermeister Dreier begrüßte letztmalig zum Neujahrsempfang
Festrednerin am Sonntagabend im Rathaus war NRW-Ministerin Ina Scharrenbach
Für Michael Dreier war es der letzte Neujahrsempfang als Bürgermeister der Stadt Paderborn: „In den zehn Monaten, die noch vor mir liegen, möchte ich jedoch noch viel bewegen“, machte er am Sonntagabend vor mehr als 200 geladenen Ehrengästen im Historischen Rathaus deutlich. „Ich möchte mich zusammen mit Ihnen auf den Weg machen, weiterhin positiv an der Zukunft unserer schönen Stadt zu arbeiten und optimistisch in die Zukunft schauen.“
Zu Beginn seiner Präsentation erinnerte sich Dreier jedoch zunächst an das WDR 2 Weihnachtswunder im Dezember auf dem Domplatz zurück, bei dem mehr als 12 Millionen Euro für den guten Zweck zusammengekommen waren. „Ein absolutes Highlight des Paderborner Weihnachtsmarktes und mehr als gelungener Abschluss des Jahres 2024“, befand der Bürgermeister, der sich von der Beteiligung an der Aktion überwältigt zeigte.
Anschließend lenkte Dreier den Blick auf drei Jubiläen, die in Paderborn in diesem Jahr gefeiert werden: „50 Jahre Großstadt“, „100 Jahre Computer-Pionier Heinz Nixdorf“ und „1.250 Jahre Westfalen“.
Der Bürgermeister lobte erneut das Paderquellgebiet als „Juwel in der Innenstadt, was seinesgleichen sucht“. Die Kultusministerkonferenz habe bei ihrer Sitzung im Oktober 2024 entschieden, dass Deutschland den Paderborner Antrag „Stadt. Mensch. Fluss. – Die Pader für Europa“ im anstehenden Bewerbungsdurchgang (2025) um das Europäische Kulturerbe-Siegel bei der Europäischen Kommission einreicht.
Danach ging Dreier auf die Konversionsflächen im Stadtgebiet ein, die für Paderborn enormes Entwicklungspotenzial bedeuten.
800 Wohneinheiten, davon 276 im geförderten Wohnungsbau, sind auf der 18 Hektar großen Konversionsfläche Alanbrooke geplant. „Die neue städtische Kita in der Dr.-Margit-Naarmann-Straße wurde als eines der ersten neu entstandenen Gebäude Anfang Dezember eröffnet“, informierte Dreier. Im Kultur- und Kreativquartier seien die Kaufverträge unterschrieben und die Umbaupläne in der Umsetzung.
Das 51 Hektar große Zukunftsquartier an der Driburger Straße ist als eines der innovativsten Quartiere Europas geplant und soll zukünftig 7.000 Bewohner*innen Platz bieten. „Insgesamt werden etwa 4.000 Arbeitsplätze auf der Fläche verortet“, sagte der Bürgermeister.
Das rund 20 Hektar große Gebiet der ehemaligen Dempsey-Kaserne zwischen Sennelager und Schloß Neuhaus, Waldkamp, soll aller Voraussicht nach im ersten Halbjahr dieses Jahres erworben werden.
Die positive Entwicklung Paderborn machte Dreier auch an Zahlen deutlich: In Paderborn leben derzeit rund 158.000 Menschen aus 140 Nationen, etwa 30.000 sind ehrenamtlich tätig. 20.000 Studierende besuchen die Paderborner Hochschulen. Insgesamt gibt es etwa 100.000 Erwerbstätige in Paderborn, davon rund 12.000 im Handwerk. Die mehr als 100 Start-ups halten etwa 1.400 Arbeitsplätze vor.
„Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft unserer liebenswerten Stadt positiv gestalten“, forderte Dreier seine Gäste abschließend auf, ehe er das Wort an die Festrednerin des Abends, Ina Scharrenbach, übergab. Die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen mahnte in ihren Ausführungen den Mut zur Zukunft an. In diesem Jahrzehnt entscheide sich die Zukunft der Bundesrepublik. Mitunter habe man das Gefühl, die Zukunft sei schon da, ehe wir ihr gewachsen sind, so Scharrenbach. Die Politik müsse die richtigen Weichen stellen. Es dürfe nicht nur das Schlechte gesehen, sondern müsse auch das Schöne benannt werden. Aus Wut müsse Mut gemacht werden, um die künftigen Herausforderungen zu meistern. Die Ministerin lobte den Zusammenhalt in der Region und speziell in Stadt und Kreis Paderborn und nannte als gutes Beispiel die Regionale. Ein bisschen mehr Paderborn auf Europa- und Bundesebene würde uns gut tun, so Scharrenbach.
Im Anschluss überreichte Ministerin Ina Scharrenbach einen Förderbescheid über 8.063 000 Euro für das Stadthaus-Projekt an Bürgermeister Michael Dreier. Die Ministerin trug sich ebenfalls in das Goldene Buch der Stadt Paderborn ein.