Auf dem Weg zur „Fairtrade School“

Goerdeler-Gymnasium informierte im Rathaus über den eigenen Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit

© Stadt PaderbornGoerdeler-Gymnasium im Rathaus, Nora Skade

Zum Abschluss der fairen Woche lud das Goerdeler-Gymnasium zu einer Informationsveranstaltung ins Paderborner Rathaus ein. Anlass war die offizielle Ernennung der Schule zur ersten „Fairtrade School“ der Stadt am 7. Juli dieses Jahres. Anwesend waren, neben der Schulleiterin Manuela Ziemer, die verantwortlichen Lehrkräfte Sonja Koster, Julian Fritz und Monika Schäfer sowie Schülerinnen und Schüler des Goerdeler-Gymnasiums. Teilgenommen haben außerdem weitere Lehrkräfte verschiedener Schulen in Paderborn und Umgebung sowie Mitglieder der Steuerungsgruppe „Faires Paderborn“.

Zu Beginn wurde der Weg zur Auszeichnung vorgestellt. Ausgangspunkt war die Einladung der Stadt Paderborn im Rahmen der Rezertifizierung als „Fairtrade Town“. Nach einer Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit entschied die Schulleitung gemeinsam mit den Lehrkräften, den Schritt zur Bewerbung als Fairtrade School zu gehen. Dabei legte das Kollegium besonderen Wert darauf, die Schülerinnen und Schüler aktiv einzubinden, etwa durch die Vermarktung von Fairtrade-Artikeln im Rahmen eines fairen Pausenverkaufs.

Die Bewerbung war mit klaren Kriterien verbunden. Dazu gehören Transparenz über die geplanten Entwicklungen im fairen Handel in den kommenden zwei Jahren sowie die Darstellung bereits umgesetzter Nachhaltigkeitsaktionen. Beispiele sind die Verteilung fair gehandelter Rosen zur Abiturentlassung, Fairtrade-Frühstücksaktionen oder die Verwendung fair gehandelter Sportbälle im Unterricht. Für einen fairen Marktstand zu besonderen Anlässen - wie am Tag der offenen Tür oder am Elternsprechtag - und faire Snacks im Lehrerzimmer ist die Schülergenossenschaft zuständig. Auch für die Zukunft sind zahlreiche Projekte geplant, darunter eine faire Rosenaktion zum Valentinstag und die Einführung fair gehandelter Schulkleidung.

Ein weiteres zentrales Kriterium ist die Verankerung des Themas im Unterricht. So lassen sich Themen des Fairen Handels bereits in Fächern wie Englisch, Sozialwissenschaften und Erdkunde finden und auch auf weitere Fächer ausdehnen. Zudem findet pro Schuljahr mindestens eine Schulaktion zum fairen Handel statt. Das Goerdeler-Gymnasium beteiligte sich beispielsweise im März an den internationalen Wochen gegen Rassismus und zeigte dabei auf, wie Fairtrade mit der Bekämpfung gegen Rassismus verknüpft ist.

Die Schülerinnen und Schüler des Goerdeler-Gymnasiums stellten bei der Veranstaltung im Rathaus zudem die Arbeit und Entwicklung der neuen „Schüler*innengenossenschaft Fairer Handel Goerdeler“ vor und berichteten, wie es ihnen gelingt, den fairen Handel am Goerdeler-Gymnasium bekannter zu machen und die gesamte Schülerschaft für die Bedeutung des Themas im Alltag zu sensibilisieren.
Im Anschluss an die offizielle Präsentation gab es einen lebendigen Austausch, wobei Anwesende die Gelegenheit hatten, Fragen zu stellen und sich umfassend über das Konzept „Fairtrade School“ zu informieren.