„KlangKult“ wird mit dem Integrationspreis der Stadt Paderborn ausgezeichnet
Seit 2011 führt das internationale Chorprojekt verschiedene Kulturen durch Musik zusammen
Am Freitagabend wurde der siebte Paderborner Integrationspreis an den Verein „KlangKult“ verliehen. Das Chorprojekt wurde 2011 anlässlich des städtischen Integrationsprojekts „KOMM-IN“ gegründet und verfolgt seitdem das Ziel, Menschen aus verschiedenen Ländern durch gemeinsames Singen und Musizieren zusammenzubringen. Der Chor zählt heute rund 30 Mitglieder aus über zehn Nationen, hat mehr als 60 Auftritte absolviert und ist regelmäßig bei Veranstaltungen in und um Paderborn präsent.
In einem Redebeitrag würdigte Bürgermeister Michael Dreier die Arbeit aller nominierten Personen und Vereine. Die Verleihung des Preises sei „ein deutliches Zeichen“, das Paderborn als vielfältige Stadt setzen möchte. Er stellte heraus, dass die Stadtgesellschaft aus rund 140 Nationen besteht. Das gute Miteinander all dieser Menschen und Kulturen, müsse „wie ein Diamant“ gepflegt werden. „Jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten“, appellierte er an die Anwesenden. „Wir stehen zur Integration, wir stehen zu unserer Vielfalt.“
Anschließend kam der Vorsitzende des Integrationsrats, Recep Alpan, zu Wort. Er betonte, dass die Wahl des Preisträgers angesichts der vielen Nominierten nicht leichtgefallen sei. Außerdem untermauerte er mit Zahlen, wie vielfältig Paderborn sei. Beinahe jeder dritte Einwohner der Stadt habe eine internationale Familiengeschichte. Neben lobenden Worten für die Idee und die Arbeit des Vereins „KlangKult“ sprach er auch über die Arbeit des Integrationsrates in den letzten Jahren.
Als Festredner war Ragip Aydin geladen. Der Gründer und CEO von „Raynet“ hatte eine Präsentation vorbereitet. Neben seiner eigenen Geschichte als Kind türkischer Gastarbeiter sprach er auch zum Thema Integration im Allgemeinen. Besonders hob er dabei hervor, dass Integration ein beidseitiger Prozess sein müsse, der Menschen zusammenbringt. Das geschehe durch die Arbeit des ausgezeichneten Chors, der mit Musik etwas Verbindendes schaffe.
Die Band „Grup Leyli“ sorgte mit deutsch- und türkischsprachigen Liedern für das musikalische Rahmenprogramm des Abends. Moderatorin Julia Ures stellte nach der Festrede die anderen Nominierten vor. Neben dem Chorprojekt waren Nahid Fadai, Rahman Jamal sowie die Vereine „OS Lusitanos Paderborn“, „SC Aleviten“ und „Türk Gücü Fußball und Cricket Club“ für den Integrationspreis nominiert.
Nach der Laudatio durch Sabine Paus, der Schirmherrin des Vereins „KlangKult“, nahm Dr. Stefan Kühnhold, der Vorsitzende des Fördervereins, den Preis entgegen und richtete einige Worte an das Publikum. Neben zahlreichen Danksagungen lobte er auch die starke Konkurrenz um die Auszeichnung und sprach von „wunderbaren anderen Nominierten“. Im Anschluss kam der gesamte Chor von „KlangKult“ für eine kurze Aufführung auf der Bühne zusammen.