Jugendhilfeausschuss stellt dritten Kinder- und Jugendbericht der Stadt Paderb …

Jugendhilfeausschuss stellt dritten Kinder- und Jugendbericht der Stadt Paderborn vor

© Stadt PaderbornJugendhilfeausschuss 2025, Lena Jüngermann

Thema Armut als Schwerpunkt

Am Dienstagabend stellte der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung im Rathaus den dritten Kinder- und Jugendbericht der Stadt Paderborn mit dem Schwerpunkt Kinder- und Familienarmut in der Druckversion vor. Der neue Arbeitskreis aus Vertretungen des Jugendhilfeausschusses, freien Trägern der Jugendhilfe, der städtischen Stabsstelle für Statistik sowie der Jugendhilfeplanung des städtischen Jugendamtes hatte sich in der Erstellung dafür ausgesprochen, den Bericht - neben der bewährten sozialräumlichen Fortschreibung der statistischen Daten zu den Lebenslagen der Kinder und Jugendlichen - erneut um Interviews aus der Praxis von Fachleuten zu ergänzen. Daher stehen im Mittelpunkt des Berichts ausdrücklich die Kinder und Jugendlichen selbst und ihre Einschätzung zum subjektiven Wohlbefinden.

„Den Kern des dritten Berichts bildet eine umfassende wissenschaftliche Befragungsstudie aller vierten, siebten und zehnten Jahrgangsstufen an Paderborner Schulen“, berichtet Jugendamtsleiterin Anne Teubert. „Dabei bilden die Bereiche Familie, Freizeit, Schule, Gesundheit und Gesellschaft sowie vertiefende mündliche Interviews von Schüler*innengruppen auf freiwilliger Basis den Mittelpunkt“, ergänzt sie. Mit dieser Studie, welche von Prof. Dr. phil. Patrick Isele und Prof. Dr. phil. Michael Obermaier durchgeführt wurde, erhält die Stadt Paderborn einen dichten, validen Datensatz, der eine Ableitung belastbarer Aussagen und Einschätzungen zum Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen in Paderborn ermöglicht.

Der erste Kinder- und Jugendbericht der Stadt Paderborn erschien im Jahr 2007. Damals bestand das Ziel darin, die Bildungschancen und Lebenslagen von Kindern im Alter bis acht Jahren möglichst kleinräumig abzubilden und zu fördern. Im zweiten, 2018 veröffentlichten Bericht, wurden die statistischen Daten sozialräumlich fortgeschrieben und um Praxisberichte sowie zwei Familienbefragungen ergänzt.

Die Befragungsstudie, die die Grundlage des nun vorgelegten dritten Berichts bildet, kann bei regelmäßiger Durchführung aufzeigen, wie sich die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Stadtgebiet entwickeln und kann somit die Basis für bedarfs- und zielgerichtete Steuerung der Familienpolitik der Stadt Paderborn sein. „Die Daten und Ergebnisse des Berichtes geben konkrete Hinweise und zeigen Handlungsfelder auf, die nach einer aktiven und nachhaltigen Politik verlangen, um demografische, wirtschaftliche und soziale Herausforderungen auch zukünftig bewältigen zu können“, untermauert Petra Hillmer von der Jugendhilfeplanung der Stadt Paderborn.

Der Kinder- und Jugendbericht wird im Rahmen der Vernetzungstagung Kinder- und Jugendarmut Paderborn am 20.11.2025 in der Katholischen Hochschule Paderborn einem breiten Fachpublikum vorgestellt (www.kindundko-paderborn.de). Ebenso sollen einzelne Ergebnisse des Berichtes auf der für den 22.11.2025 geplanten Sozialkonferenz am Kaukenberg erläutert werden.