Mugham-Gesang erklingt im Residenzmuseum

Konzert mit Nisbet Sedrayeva an diesem Sonntag in Schloß Neuhaus

© Nisbet SedrayevaNisbet Sedrayeva

Die Weltmusik-Saison im Audienzsaal im Residenzmuseum Schloß Neuhaus bietet am kommenden Sonntag, 26. April, um 18 Uhr klassischen Mugham-Gesang aus Aserbaidschan. Die junge Sängerin Nisbet Sedrayeva wird begleitet von herausragenden Musikern auf der traditionellen Langhalslaute Tar, der viersaitigen Stachelfiedel Kamancha, der Rahmentrommel Daf und der zylindrischen Trommel Nagara.

Der Mugham-Stil spiegelt verschiedene Epochen der Geschichte des Kaukasus-Landes am Schwarzen Meer und seine Kontakte mit Persern, Armeniern, Georgiern und anderen Turk-Völkern wider. Ziel beim Mugham ist es, einen Modus möglichst ideenreich und virtuos auszugestalten. Es zählen die Feinheiten und Freiheit der Improvisationen.

Ursprünglich wurde Mugham hauptsächlich zu weltlichen Anlässen wie Hochzeiten und bei Salons von Musikliebhabern in privatem Rahmen gespielt, außerdem auch als spirituelle Form von Sufi-Orden gepflegt. Heute gehört der aserbaidschanische Mugham zu den populären Musikformen im Land, obwohl er als klassisch-akademische Kunst gelehrt wird.

Das Konzert wird gefördert vom Kultursekretariat NRW. Für den Eintrittspreis gilt das Prinzip „Pay what you want.“. Mit dem AStA-Kulturticket ist der Eintritt frei.