Feierlichkeiten zu Herbstlibori im Dom und im Rathaus
Paderborn. An diesem Wochenende finden die großen Feierlichkeiten zum Herbstliborifest statt. Eröffnet werden sie am Samstagabend um 19.30 Uhr im Rathaus unter Teilnahme zahlreicher Ehrengäste durch Bürgermeister Strate mit dem Festvortrag der Liborius-Gesellschaft von Dr. Sveva Gai, Stadtarchäologin in Paderborn, LWL-Archäologie für Westfalen.
An diesem Wochenende finden die großen Feierlichkeiten zum Herbstliborifest statt. Eröffnet werden sie am Samstagabend um 19.30 Uhr im Rathaus unter Teilnahme zahlreicher Ehrengäste durch Bürgermeister Strate mit dem Festvortrag der Liborius-Gesellschaft von Dr. Sveva Gai, Stadtarchäologin in Paderborn, LWL-Archäologie für Westfalen.
Wie Geschäftsführer Prof. Dr. Volker de Vry mitteilte, wird Frau Dr. Gai den Zuhörern eine Vorstellung davon geben, wie Paderborn im Sommer 777 (wohl August; Reichstag mit Karl dem Großen in Paderborn und Weihe der Salvatorkirche), im Sommer 799 (Treffen Papst Leo III. und Karl der Große und Gründung auch des Bistums Paderborn) und zu Pfingsten 836 (Ankunft der Reliquien des hl. Bischofs Liborius von Le Mans) aufgrund der Ausgrabungsergebnisse der letzten Jahrzehnte ausgesehen haben könnte.
Damit wirft das große Stadtjubiläum bereits seine Schatten voraus: 2027 wird Paderborn 1250 Jahre alt. Aber wie hat Paderborn im Jahr der Stadtgründung 777 überhaupt ausgesehen? Viele Große waren 777 in Paderborn, neben dem König auch der Erzbischof von Gallien, Wilchar, und auch islamische Abgesandte aus Spanien. Wo wohnten sie? Gab es schon Steinhäuser? Oder lebten alle in Zelten an den Quellen der Pader und Lippe? Welche Kirche und Pfalz muss man sich zu allen drei genannten Daten vorstellen? Oder bestand Paderborn vor 1250 Jahren nur aus wenigen rauchigen Hütten an den Quellen der Pader? Darauf wird Frau Dr. Gai am Samstagabend versuchen, spannende Antworten zu geben.
Besonders festlich dann auch am darauffolgenden Morgen die Feiern im Hohen Dom: Um 10 Uhr beginnt das Festhochamt zum Fest der Rückführung der Liborireliquien 1627, zelebriert von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Dabei werden die Reliquien des hl. Liborius in der Krypta erhoben und in den Goldenen Schrein eingefügt, der dann in Prozession durch den Dom geführt wird und bis zum Nachmittag im Hochchor aufgebahrt bleibt. Die Feier wird vom Chor der Dommusik mitgestaltet. Zur Aufbahrung der Reliquien im Hochchor erklingt der uralte Libori-Hymnus „Christi praesul egregius“, vertont von Hubert Göbel. Es folgt die Missa festiva von Wolfram Menschick und das festliches Halleluja von Christopher Tambling unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning. Um 16 Uhr werden die Reliquien im Rahmen der Liboribruderschaftsandacht wieder in der Krypta beigesetzt. Sämtliche Feierlichkeiten sind öffentlich. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren wieder um 1 Stunde zurückgestellt. Das ganze Programm unter www.liborius-gesellschaft.de (Öffnet in einem neuen Tab)