„Freiheit, Demokratie und Frieden sind keineswegs selbstverständlich.“
Prof. Dr. Thomas Jäger als Festredner beim Empfang zum Tag der Deutschen Einheit
„Ich freue mich, dass ich Sie alle hier im Historischen Rathaus zur Festveranstaltung zum Tag der deutschen Einheit begrüßen darf“, begann der stellvertretende Bürgermeister Robert Siemensmeyer seine Grußworte anlässlich des Empfangs zum Tag der Deutschen Einheit, der am Freitag, 2. Oktober, im großen Saal des Rathauses stattfand. Traditionell wurde der Festempfang vom Paderborner Bürgerverein organisiert, dessen Vorsitzender, Dr. Rudolf Wansleben, die Bürgerinnen und Bürger und die Vertretungen der Stadtgesellschaft und Politik zu Beginn auch herzlich willkommen hieß. Als Festredner war in diesem Jahr Prof. Dr. Thomas Jäger, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik und Außenpolitik der Universität zu Köln, der Einladung ins Rathaus gefolgt.
Nach einer musikalischen Einstimmung in den Festakt betonte Siemensmeyer in seinem Grußwort zudem, dass „der 3. Oktober ein besonderer Tag in unserem Kalender ist. Er erinnert uns an einen historischen Moment: die Überwindung der deutschen Teilung und die Wiedervereinigung unseres Landes im Jahr 1990.“ Darüber hinaus bedankte er sich für das Engagement des Vereins, der die Tradition des Festakts zum 3. Oktober immer wieder fortsetze. „Gerade am Tag der Deutschen Einheit lohnt sich deshalb auch der Blick auf die Grundlagen, auf denen unser wiedervereinigtes Deutschland aufgebaut ist“, schloss der stellvertretende Bürgermeister seine Rede ab.
Nachdem sich Prof. Dr. Thomas Jäger in das Goldene Buch der Stadt Paderborn eingetragen hatte, hielt er seine Festrede. „Die Welt ist derzeit geprägt von der Veränderung in der internationalen Weltpolitik“, betonte Jäger. „In welcher Weise werden wir zur Zeit einer Weltunordnung in diesem Land leben“, stellte er fragend in den Raum. Die Zeit der liberalen Globalisierung ist vorbei“, fuhr der Professor fort. „Parallel dazu läuft ein scharfer Wettbewerb zwischen den USA und China, der das Weltgeschehen dominiert“, hob er hervor. Man müsse sich für die Zukunft auf eine weiterhin herausfordernde Zeit einstellen, schloss er seine Rede ab.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von einem Quartett rund um Dr. Martin am Klavier. Der Paderborner Bürgerverein existiert seit 1864. Er setzt sich unter anderem für die Anliegen der Paderborner Bürgerschaft und die Heimatpflege ein und arbeitet zusammen mit den Paderborner Hochschulen, Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft.