Weihnachtliche Festmusik
Chorkonzert Haste Töne
Veranstaltungsinformationen
Festliche Musik zur Weihnachtszeit wird der Gemischte Chor „Haste Töne“ aus Delbrück am dritten Adventswochenende in der St. Heinrich-Kirche Paderborn und in der St. Joseph-Kirche Ostenland aufführen.
Auf dem Programm stehen Werke aus Barock und Romantik: das „Gloria D-Dur“ von Antonio Vivaldi, die „Cantique de Jean Racine“ von Gabriel Fauré in einer Bearbeitung von John Rutter und das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns. Begleitet wird der Chor von Mitgliedern des Sinfonieorchesters Paderborn, das auch das bekannte Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli (Concerto grosso op.6 Nr. 8 g-Moll) spielen wird.
Die Solo-Partien übernehmen die vier renommierten Konzert- und Opernsänger Stephanie Hanf (Sopran), Anne Baumgarte (Mezzosopran), Stephen Chambers (Tenor) und Andreas Jören (Bariton). Die Instrumentalsolisten sind Jenny Ruppik-Meyer (Harfe), Patrick Lorbach (Trompete) und Cedric Trappmann (Orgel). Die Leitung hat der an der Hochschule für Musik in Detmold ausgebildete Chorleiter und Dirigent Florian Wessel.
Das „Gloria D-Dur“ RV 589 ist das bekannteste geistliche Werk Vivaldis und gehört zu seinen bedeutendsten kirchenmusikalischen Kompositionen. Es besteht aus zwölf Teilen für Solostimmen, Chor und Kammerorchester und ist vermutlich um 1715 in Venedig entstanden, als Vivaldi dort in einem Waisenhaus Musik unterrichtete. Aus derselben Zeit stammt das Weihnachtskonzert von Corelli, das der zu Lebzeiten in ganz Europa gefeierte italienische Komponist mit elf weiteren Concerti grossi erst unmittelbar vor seinem Tod fertigstellte und in Amsterdam veröffentlichte.
Barocke Klangpracht kennzeichnet beide Kompositionen, lyrisch-kontemplativ dagegen ist die Grundstimmung des Weihnachtsoratoriums von Saint-Saëns. Der Franzose komponierte das zehnteilige Werk für Solostimmen, Chor, Streichorchester, Harfe und Orgel im Jahr 1858, als er an der Kirche La Madeleine in Paris das Amt des Organisten ausübte. Ähnliche Stilmittel verwendete Fauré, als er einen frühchristlichen Hymnus in der Textfassung des französischen Dichters Jean Racine vertonte und noch als Musikstudent 1865 vollendete. Der Gesang verweist auf Faurés späteres Requiem und wurde vom zeitgenössischen britischen Komponisten John Rutter für Chor, Streicher und Harfe bearbeitet.
Die vier Vokalsolisten sind Musikfreunden aus der Region wohlbekannt. Stephanie Hanf und Anne Baumgarte haben an der Hochschule für Musik in Detmold Gesang studiert und seitdem reichlich Konzert- und Opernerfahrung im In- und Ausland gesammelt. Stephen Chambers und Andreas Jören sind Mitglieder des Opernensembles am Landestheater Detmold. Der Tenor ist dort aktuell als französischer Gesandter in „Zar und Zimmermann“ zu hören. Jören war an der vielbeachteten Inszenierung von Wagners „Der Ring des Nibelungen“ beteiligt.
Informationen
| Beginn | 19:30 Uhr |
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