Auftaktveranstaltung zur Orange Week - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen 2026

Veranstaltungsinformationen

© Christian WernerChristina Clemm, Fachanwältin für Familien- und Strafrecht, liest auf Einladung der Gleichstellungsstelle

Lesung mit der Berliner Rechtsanwältin Christina Clemm aus ihren Büchern „Ein ungehaltenes Plädoyer“ und „Gegen Frauenhass“.

Die Rechtsanwältin und Autorin Christina Clemm ist seit fast 30 Jahren als Fachanwältin für Familien- und Strafrecht tätig und vertritt Betroffene geschlechtsspezifischer, sexualisierter und rassistisch motivierter Gewalt. Sie war Mitglied der Expert*innenkommission zur Reform des Sexualstrafrechts beim Bundesministerium der Justiz und wurde mehrfach als Sachverständige zum Thema Femizide in den Bundestag geladen. Mit ihren Büchern „AktenEinsicht“ (2020) und „Gegen Frauenhass“ (2023) hat sie bundesweite Aufmerksamkeit für die juristische und gesellschaftliche Dimension von Gewalt gegen Frauen geschaffen. 2024 wurde sie mit dem Frauenpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Durch ihre Expertise aus Praxis, Gesetzgebung und öffentlicher Debatte ist sie eine der profiliertesten Stimmen zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum.

In ihrem neuen Buch „Ein ungehaltenes Plädoyer“ nimmt Christina Clemm uns mit in die Verhandlung und zeigt, wo wir als Gesellschaft versagen – und wie eine solidarische und gerechte Zukunft möglich ist. Sie hat unzählige Male für die Wahrheit der Opfer gestritten und im Namen von Angehörigen, Misshandelten, Verkauften, Vergewaltigten für Gerechtigkeit gekämpft.

Auch für ihr Buch „Gegen Frauenhass“, nominiert für den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse, schöpft sie aus der Praxis am Gericht. Darin stellt sie die Frage, warum in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau von ihrem (Ex-)Partner umgebracht wird, warum Frauen in der ärztlichen Praxis, bei der Arbeit und auf offener Straße Gewalt erleben und niemand etwas dagegen tut. Aus Unkenntnis, Hilflosigkeit, Desinteresse? Oder liegt dem Ganzen ein tief verwurzelter Frauenhass zugrunde?

Im Anschluss an die Lesung hat das Publikum die Möglichkeit, mit der Autorin ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.

Ab 18.30 Uhr und nach der Lesung informieren Institutionen und Beratungsstellen über das Thema Gewalt gegen Frauen. Expert*innen geben Einblicke in ihre Arbeit und informieren über Hilfs- und Unterstützungsangebote. Folgende Institutionen und Beratungsstellen sind vertreten:

  • Ambulanter Sozialer Dienst der Justiz
  • Beratungsstelle Belladonna SkF Paderborn e.V.
  • Frauenberatungsstelle Lilith e.V.
  • Frauenhaus Salzkotten, Sozialdienst katholischer Frauen SkF Paderborn e.V.
  • Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn
  • Gleichstellungsstelle des Kreises Paderborn
  • KIM – Soziale Arbeit e.V. Anlaufstelle und Frauen-WG
  • Koordinierungsstelle für Inklusion der Stadt Paderborn
  • SKM – Kath. Verein für soziale Dienste in Paderborn e.V.

Die Buchhandlung Nicolibri ist mit einem Büchertisch vertreten.

Veranstalterin: Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn in Kooperation mit dem Arbeitskreis Gewalt gegen Frauen. Eintritt frei, um Anmeldung bis zum 17.11.2026 wird gebeten unter gegengewaltpaderbornde oder telefonisch unter 05251 88-129944.

Weitere Informationen bei der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn (Öffnet in einem neuen Tab)

Informationen

Beginn19.00 Uhr
Einlass18.30 Uhr
AnmeldungUm Anmeldung wird bis zum 17.11.2026 gebeten unter gegengewalt@paderborn.de oder telefonisch unter 05251 88-129944.

Eintritt

Eintritt frei