„Evangelische Kirche und Judenmission“

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Es geht um den Prozess in der Evangelische Kirche in Deutschland zur Absage im Jahr 2000 einer institutionell organisierten Judenmission auf dem Hintergrund einer antijüdischen Grundhaltung.

„Evangelische Kirche und Judenmission“

„Israel bleibt Gottes erwähltes Volk, obwohl es den Glauben an Jesus als seinen Messias nicht angenommen hat“: So hat es die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im Jahr 2000 festgehalten und einer institutionell organisierten Judenmission eine klare Absage erteilt. Doch bis dahin war es ein langer Prozess. Jan Christian Pinsch ( wissenschaftl. Mitarbeiter für neuere Kirchengeschichte am Institut für Evangelische Theologie der Universität Paderborn) zeigt in seinem Vortrag, dass im Hintergrund der Judenmission eine antijüdische Grundhaltung steht, die seit der Reformationszeit bis weit in das 20. Jahrhundert die evangelische Kirche prägte. Nur langsam erhoben sich nach 1945 Stimmen für eine Neujustierung des christlich-jüdischen Verhältnisses. Zugleich gibt es bis heute vor allem evangelikale Kreise innerhalb und außerhalb der Landeskirchen, deren Wahrheitsanspruch und Missionsverständnis der Distanzierung von der Judenmission diametral entgegenstehen. Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

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