Als die Römer abgezogen - Siedeln und Bestatten in Delbrück-Bentfeld vor über 1500 Jahren
Sonderausstellung
Der außergewöhnliche Fundplatz in Bentfeld liefert einen wichtigen Beitrag zur Besiedlungsgeschichte entlang der Lippe vom 2./3. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. Die Ausstellung präsentiert erste Ergebnisse dieser spannenden Ausgrabung.
Sonderausstellung "Als die Römer abgezogen - Siedeln und Bestatten in Delbrück-Bentfeld vor über 1500 Jahren"
Im Baugebiet an der Schafbreite in Delbrück-Bentfeld untersuchte ein Grabungsteam 2024/25 einen kaiser-bis völkerwanderungszeitlichen Siedlungs- und Bestattungsplatz. Dieser Fundplatz ist außergewöhnlich, da die über 1500 Jahre alte Geländeoberfläche unter einem seit dem Mittelalter nach und nach aufgetragenen Plaggenesch erhalten geblieben ist. Schon in der Römischen Kaiserzeit lebten hier Menschen, die im 2./3. Jahrhundert n. Chr. verschiedene Gebäude errichtet hatten. Sensationell und im örtlichen Sandboden völlig unerwartet war ein Holzbrunnen aus dem 5. Jahrhundert. Er belegt eine Besiedlung des Platzes auch noch für die Völkerwanderungszeit.
Der Brunnen wurde schon im 5. Jahrhundert wieder aufgegeben und die Menschen legten darüber einen Verbrennungsplatz an, wie eine Schicht voller Holzkohle, Leichenbrand und Überresten von Beigaben zeigte – ein in der Region bisher singulärer Befund. Der ehemalige Siedlungsplatz wurde damit zum Bestattungsplatz umfunktioniert, zu dem auch ein zeitgleiches Brandgrubengrab mit zahlreichen Beigaben entdeckt wurde. Der außergewöhnliche Fundplatz in Bentfeld liefert einen wichtigen Beitrag zur Besiedlungsgeschichte entlang der Lippe vom 2./3. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. Die Ausstellung präsentiert erste Ergebnisse dieser spannenden Ausgrabung.
Im Sonderausstellungsraum, der Zugang erfolgt durch die Erinnerungs- und Gedenkstätte
Der Eintritt ist frei.
In Zusammenarbeit mit der LWL-Archäologie für Westfalen.
Informationen
| Inklusion | barrierefrei |
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