Katholischer Antisemitismus in Westfalen im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Vortrag von Prof. Dr. Olaf Blaschke im Burgsaal
Veranstaltungsinformationen
Im Rahmen der Sonderausstellung „Aus zwei Quellen“ – Vom Leben und Wirken Jakob Loewenbergs 1856–1929
Katholischer Antisemitismus in Westfalen im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Eine gängige Erzählung betont gerne das friedliche Zusammenleben von deutschen Juden und Christen, auch in Paderborn. Tatsächlich wirkten im 19. Jahrhundert ausgerechnet am Paderborner Priesterseminar einflussreiche Judenfeinde, auch Bischof Konrad Martin (1812-1879). Wie war dieser “Antijudaismus” beschaffen, und ging er bereits in den modernen Antisemitismus über? In welchem religiösen und politischen Kontext entwickelte sich das Judenbild unter Katholiken Westfalens? Lassen sich Kontinuitätslinien des “doppelten Antisemitismus” beobachten?
Prof. Dr. Olaf Blaschke promovierte mit seiner Arbeit „Katholizismus und Antisemitismus im Deutschen Kaiserreich“ und legte damit eine wichtige Grundsatzarbeit über das katholisch-jüdische Verhältnis im 19. Jahrhundert vor.
Im Burgsaal
Der Eintritt ist frei