Im Februar und März 2025 hielt sich über sechs Wochen ein Eistaucher auf dem Lippesee auf, der sich hier ausreichend von Krebsen und Fischen ernähren konnte. Dies fand nicht nur unter den heimischen Ornithologen große Beachtung, da dieser Taucher normalerweise in den Wintermonaten nur bis an die Küsten ausweicht.
Die nächsten Brutgebiete liegen auf Island und Grönland. In NRW liegen aus den letzten Jahren zwar einige Meldungen vor. Sein Aufenthalt auf Wasserflächen im Binnenland bleibt aber eine absolute Ausnahmeerscheinung.
Der Lippesee ist unter den Wasserflächen in Paderborn mit ca. 100 ha der größte See. Aber auch die übrigen Wasserflächen im Norden und Westen der Stadt ziehen immer wieder seltene Vögel auf dem Zug oder zu einem Aufenthalt in den Wintermonaten an. So hielten sich zwei Schwarzhalstaucher Anfang Mai 2025 mehrere Stunden auf dem Padersee auf. Auf dem Frühjahrszug sehen diese Vögel im Prachtkleid besonders eindrucksvoll aus.
Ein Schwerpunkt für seltene Arten war auch seit 2022 die renaturierte Lippe bei Sande. Hier waren es vor allem Limikolen wie Kampfläufer, Rotschenkel und Bruchwasserläufer.
Diese Beobachtungen waren für Michael Bellinghausen der Anlass einmal zusammenzutragen, welche seltenen Vogelarten in den vergangenen 15 Jahren auf den Wasserflächen in Paderborn beobachtet wurden. In seinem Lichtbildervortrag wurden Fotos von den Beobachtungen dieser seltenen Arten gezeigt.
Eine Liste mit den im Vortrag vorgestellten Vogelarten finden Sie unter folgendem Link:
Im Vortrag vorgestellte VogelartenPDF-Datei95,04 kB
Begleitet wurde der Vortrag von mehreren Präparaten aus den Beständen des Naturkundemuseums.