Wohnungsmarktbarometer

Das Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen der Stadt Paderborn veröffentlicht im Rahmen der Aktivitäten zur Wohnungsmarktbeobachtung im Wohnungsmarktbarometer 2017 Ergebnisse einer Befragung der örtlichen Akteure am Wohnungsmarkt.

Stadt Paderborn veröffentlicht Befragungsergebnisse

Auch im Jahr 2017 wird am Paderborner Wohnungsmarkt lediglich die Situation im oberen Mietpreissegment noch als ausgewogen angesehen. Für alle anderen Segmente ergibt sich weiterhin eine Einstufung Richtung „angespannt“ bzw. sogar „sehr angespannt“. Die Marktlage im Segment Eigenheime wird dabei noch als etwas schwieriger als im Vorjahr eingeschätzt. Bei den Mietwohnungen im unteren und öffentlich geförderten Preissegment wird weiterhin eine Tendenz Richtung „sehr angespannt“ gesehen. Für den Zeitraum in drei bis fünf Jahren wird in allen Segmenten mit Entspannungstendenzen im Vergleich zu 2017 gerechnet. Allerdings werden diese beim unteren und öffentlich geförderten Segment als geringer vermutet als in den anderen Bereichen. Auf dem Mietwohnungsmarkt wird weiterhin an erster Stelle als Hauptproblem „zu wenig oder zu wenig geeignetes Bauland“ genannt. Danach folgen die Thematiken „Rückgang der Sozialwohnungsbestände“ und „besondere Schwierigkeiten von Menschen mit Migrationshintergrund bei der Wohnungssuche“ sowie „steigende Nebenkosten“.

Bei der Beurteilung, in welchen Marktsegmenten mehr gebaut werden müsste, wird von nahezu allen Akteuren am Wohnungsmarkt ein besonders hoher Bedarf bei familiengerechten Mietwohnungen im unteren Preissegment gesehen. Ein weiterhin hoher Bedarf besteht an geförderten Mietwohnungen für Familien, an kleinen Wohnungen (gefördert und im unteren Preissegment) sowie Eigenheimen.

Das Investitionsklima wird 2017 in allen Bereichen nochmals positiver als im Vorjahr gesehen. Die in den Wohnungsbeständen der befragten Hausverwaltungen und Wohnungsunternehmen ermittelte Leerstandsquote von 1,05 Prozent ist weiterhin extrem niedrig und unterschreitet eine übliche Fluktuationsreserve von 3% erheblich.

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