Schulhofsanierung Stephanusschule
Im Rahmen der umfassenden Umbaumaßnahmen an der Schule wird auch der Schulhof einer grundlegenden Sanierung unterzogen. . Die Maßnahmen orientieren sich an den Vorgaben des Förderprogramms „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ und sollen den Schulhof an die klimatischen Herausforderungen der Zukunft anpassen.
Projektanlass und Zielsetzung
Im Rahmen der umfassenden Umbaumaßnahmen an der Schule mit erweitertem Neubau, wird auch der Schulhof einer grundlegenden Sanierung unterzogen. Ziel der Sanierung ist es, den Schulhof zukunftsfähig und klimafreundlich zu gestalten. Die Maßnahmen orientieren sich an den Vorgaben des Förderprogramms „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ und sollen dazu beitragen, den Schulhof an die klimatischen Herausforderungen der Zukunft anzupassen.
Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung gegenüber Extremwetterereignissen und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität
Flächenaufteilung: versiegelte und unversiegelte Flächen
Ein großes Ziel zur Klimafolgenanpassung ist die Verringerung versiegelter Flächen. Gerade auf Schulhöfen mit hoher Nutzungsintensität stellt die Gestaltung der Freiflächen eine besondere Herausforderung dar. Es gilt, einen Ausgleich zwischen naturnahen, begrünten Bereichen und robusten, dauerhaft belastbaren Aufenthaltsflächen zu schaffen. Rasenflächen halten der intensiven Nutzung durch die große Anzahl von Schülerinnen und Schülern oftmals nicht stand und weisen bereits nach kurzer Zeit deutliche Abnutzungserscheinungen auf.
Das Schulgelände verfügt über einen großen unversiegelten Grünstreifen nördlich des Gebäudes, welches, da es abgetrennt vom Hauptschulhof ist, kaum belastet wird und langfristig erhalten bleibt. Gleichzeitig erhöht diese Abtrennung jedoch den Nutzungsdruck auf die verbleibenden Schulhofflächen.
Auch vor dem östlichen Gebäudeteil ist die Anlage eines Grünstreifens vorgesehen. Dies scheint machbar, da sich in diesem Bereich keine Eingänge befinden. Neben dem Ziel, zusätzliche unversiegelte und bepflanzte Flächen zur Verbesserung des Mikroklimas sowie zur Förderung der Regenwasserversickerung zu schaffen, übernimmt der Grünstreifen eine wichtige funktionale Rolle. Er bildet eine Pufferzone zwischen den angrenzenden Klassenräumen und dem Schulhof und trägt damit zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie zur Reduzierung von Lärm- und Sichtbeeinträchtigungen bei.
Für die stark frequentierten Bereiche des Schulhofs ist der Einsatz von versickerungsfähigem Pflaster vorgesehen. Dadurch werden belastbare Aufenthaltsflächen geschaffen und gleichzeitig die Versickerung von Niederschlagswasser gefördert.
Wasserwirtschaft
Entsprechend der Empfehlung zum Hochwasserschutz für das Objekt soll durch eine Verwallung der Zufluss von Oberflächenwasser aus dem Straßenraum vermindert werden.
Das anfallende Niederschlagswasser, wird über das neu geplante Entwässerungssystem den Baumrigolen sowie einer Zisterne zugeführt.
Das gesammelte Regenwasser wird gespeichert und zur Bewässerung von Baumstandorten genutzt. Dadurch steht eine nachhaltige Wasserreserve zur Verfügung, die zur Versorgung von Bäumen im Stadtgebiet eingesetzt werden kann.
So wird sowohl die Ressourcennutzung optimiert als auch die Entwässerung verbessert. Auf Grundlage dieses Systems sollen die Baumstandorte optimiert werden, um den Bäumen den bestmöglichen Standort zu bieten, der an dieser Stelle unter den gegebenen Bedingungen möglich ist.
Vegetation
Neben ihrem optischen Wert von Vegetation hat sie eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden der Schüler. Sie können Schatten spenden und tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei, indem sie die Temperatur auf dem Schulhof senken und so ein angenehmeres Umfeld für Pausen und Freizeit schaffen.
Die kümmerlich verbliebenen Bäume des Schulhofes, die in den Hochbeeten kein Wachstum mehr zeigten, wurden vor Baubeginn umgepflanzt. Geplant sind in der befestigten Fläche sechs klimaresistente Baumarten, mit verbesserten Standorten, bedeckt mit Rasengittersteinen, um eine belastbare, versickerungsfähige Bodenstruktur zu gewährleisten.