Islam von Islamismus unterscheiden! Eine Informationsreihe für pädagogische Fachkräfte der Landeszentrale für politische Bildung NRW in der vhs Paderborn.

Musliminnen und Muslime gehören zu Deutschland. Sie sind Teil der deutschen Gesellschaft, prägen und gestalten sie mit. So vielfältig der Islam in seinen Ausprägungen ist, so vielfältig ist auch das Selbstverständnis von Musliminnen und Muslimen, ihr Umgang mit Religion und ihre individuelle Religiosität.

© Landeszentrale für Politische Bildung NRW

„Islam von Islamismus unterscheiden!“

Eine Informationsreihe für pädagogische Fachkräfte der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen in der vhs Paderborn.

29. April 2026, 8:30 – 16 Uhr, vhs Paderborn, Am Stadelhof 8, 33098 Paderborn

Musliminnen und Muslime gehören zu Deutschland. Sie sind Teil der deutschen Gesellschaft, prägen und gestalten sie mit. So vielfältig der Islam in seinen Ausprägungen ist, so vielfältig ist auch das Selbstverständnis von Musliminnen und Muslimen, ihr Umgang mit Religion und ihre individuelle Religiosität.

In der Öffentlichkeit wird diese Vielfalt noch nicht ausreichend wahrgenommen. Vielmehr scheinen sich bei Teilen der Bevölkerung Stereotype gegenüber dem Islam, Negativzuschreibungen und Ängste verfestigt zu haben. Das liegt auch daran, dass im öffentlichen Diskurs nur unzureichend zwischen dem Islam als Religion und extremistischen Strömungen wie dem Islamismus unterschieden wird.

Das friedliche Zusammenleben der Religionen in einer Gesellschaft muss selbstverständlich sein. Allein in Nordrhein-Westfalen leben rund 1,8 Millionen Menschen aller islamischen Glaubensströmungen. Für Nordrhein-Westfalen ist diese Vielfalt eine Bereicherung und eine Stärke der Gesellschaft.

Die freiheitlich-demokratische Grundordnung garantiert allen Bürgerinnen und Bürgern die Religionsfreiheit. Damit haben alle Musliminnen und Muslime das Recht, ihren Glauben frei zu praktizieren, religiöse Vereinigungen zu gründen und Moscheen zu errichten.

Extremistische Bestrebungen jedoch, die sich auf den Islam berufen, unsere Verfassung und ihre Werte ablehnen sowie unsere Demokratie in Frage stellen, haben keinen Platz in Nordrhein-Westfalen. Wir müssen gerade junge Menschen vor gefährlichem extremistischem Gedankengut schützen und sie gleichzeitig bei ihrem Wunsch nach einer freien Religionsausübung stützen.

Grundlegende Kenntnisse über den Islam sind ebenso dringend notwendig wie die Aufklärung darüber, wo die inhaltlichen Unterschiede zwischen dem Islam und dem Islamismus und anderen extremistischen Bestrebungen liegen.

Eine gelingende Debatte über den Islam muss die Perspektive der Betroffenen, ihre Erfahrungen, Sorgen und Wünsche einbeziehen.

Die Informationsreihe der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, die in Kooperation mit dem Ministerium des Innern, dem Integrationsministerium und dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird, informiert über den gelebten Islam in Nordrhein-Westfalen. Die Reihe klärt auch über die Gefahren auf, die vom Islamismus ausgehen.

Neben Information und Sensibilisierung für die genannten Themen werden die Erfahrungen von Expertinnen und Experten aus der Praxis mit Deeskalations- und Präventionsstrategien sowie Aufklärungsarbeit im Fokus stehen. Ferner werden Diskussionstische zu relevanten Themen angeboten.

Die Informationsreihe richtet sich explizit an Lehrkräfte und multiprofessionelle Teams an Schulen.

Anmeldungen: www.politische-bildung.nrw

Zur Anmeldung: