Lichtsignalanlagen

Die Verkehrsabwicklung erfolgt im gesamten Straßennetz v.a. durch Lichtsignalanlagen (auch "Ampeln" genannt). Rund 200 Lichtsignalanlagen regeln den Verkehr an Kreuzungen, Einmündungen und Fußgängerüberwegen. Sie werden in Abhängigkeit vom Verkehr geschaltet und von einem Verkehrsrechner aus gesteuert und überwacht.

© Stadt PaderbornLichtsignalanlage

Fußgänger-Lichtsignalanlagen

Die Aufgabe von Lichtsignalanlagen ist es einen reibungslosen und sicheren Verkehrsablauf zu gewährleisten. Dazu gehört insbesondere auch der Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer, wie zum Beispiel Fußgänger.
Daher sind rund 100 Anlagen reine Fußgänger-Querungsanlagen. Diese werden im Regelfall mit der sogenannten Dunkelschaltung betrieben, das heißt im Grundzustand sind die Signale der Hauptrichtung dunkel und der Fußgänger rot. Sobald ein Fußgänger sein Grün angefordert hat, zeigt die Lichtsignalanlage zuerst für den Autofahrer Grün und für den Fußgänger Rot, springt dann aber um, damit der Fußgänger Grün bekommt. Die Dunkelschaltung spart Strom und hat den Vorteil, dass der Fußgänger sich entscheiden kann, ob er den Schutz der Lichtsignalanlage braucht, um die Straße zu überqueren. Anderenfalls kann er - zum Beispiel abends bei geringem Verkehr - die Straße queren ohne die Lichtsignalanlage zu benutzen und begeht trotzdem keinen Rotlichtverstoß.

Zu kurze Fußgänger-Grünzeiten?

Viele Fußgänger sind verunsichert, wenn die Lichtsignalanlage von Grün auf Rot wechselt während sie die Fahrbahn überqueren. In diesem Fall sollten Sie Ihren Weg zügig fortsetzen. Eine Gefährdung entsteht nicht, dafür sorgen die eingebauten Räumzeiten. Sie sorgen dafür, dass der Fußgänger die Fahrbahn sicher räumen kann und dauern so lange, wie ein Fußgänger vom Betreten der Fahrbahn bis zum Erreichen der anderen Fahrbahnseite benötigt. Sie können damit sogar länger sein als die Grünzeit. Die nächsten Verkehrsströme erhalten erst dann Grün, wenn die Räumzeit für die Fußgänger abgelaufen ist.

Grüne Welle

"Grüne Wellen", bei denen die Lichtsignalanlagen eines Straßenzuges derart koordiniert werden, dass der Großteil der Kfz sie nacheinander bei Grün passieren kann, sind mittlerweile Standard in der Lichtsignalsteuerung. Auch in Paderborn sind die Lichtsignalanlagen auf manchen Hauptverkehrsstraßen miteinander koordiniert.
Das Ideal der "Grünen Welle" mit unbehinderter Durchfahrt entlang eines ganzen Straßenzuges lässt sich trotzdem nur selten erreichen. Hintergrund ist, dass innerhalb einer gewachsenen Stadtstruktur mit unterschiedlichen Knotenpunktabständen, kreuzenden Hauptverkehrsstraßen und einer hohen Auslastung der Straßen die Spielräume für die Steuerung sehr gering sind. Zudem gibt es in Paderborn den Beschluss einer Busbevorrechtigung.

ÖPNV-Beschleunigung

In Paderborn gibt es aus den 80er Jahren einen Ratsbeschluss für eine strenge Busbevorrechtigung. Durch Ampelvorrangschaltungen werden Busse fast an allen vom ÖPNV befahrenen LSA-Knotenpunkten priorisiert. Die Attraktivität des straßengebundenen ÖPNV wird so deutlich gesteigert, da die Busse pünktlicher sind. Damit verbunden ist jedoch der Nachteil, dass für den übrigen Verkehr eingerichtete LSA-Koordinationen gebrochen werden. Zudem wirken sich lange Eingriffszeiten – bis hin zu mehreren Minuten – meist negativ auf die querenden Verkehre aus.

Stadt Paderborn

Straßen- und Brückenbauamt - Verkehrstechnik

Frau Andrea Willebrand

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