Erzbischöfliches Diözesanmuseum

Das Diözesanmuseum wurde in den 1970er-Jahren über den Gewölben des mittelalterlichen Bischofspalasts nach Plänen des bekannten deutschen Architekten Gottfried Böhm errichtet. Die Dauerausstellung zeigt normalerweise etwa 1000 Exponate sakraler Kunst des 11. bis 20. Jahrhunderts.

Besonders hervorzuhebende Objekte sind neben Skulpturen, Gemälden, Goldschmiedearbeiten und Paramenten die romanische Imad-Madonna (11. Jh.), eine der ältesten großfigurigen Darstellungen der thronenden Madonna in der abendländischen Kunst, sowie der Tragaltar des Rogerus von Helmarshausen (Anfang 12. Jh.), ein Meisterwerk romanischer Goldschmiedekunst von internationalem Rang, und der vergoldete Schrein des heiligen Liborius (1627).
Die alten Gewölbe des Palastes von Bischof Meinwerk (1009 bis 1036) im Untergeschoss des Museums dienen heute als Domschatzkammer.

Neben einem umfangreichen museumspädagogischen Programm für Erwachsene und Schulklassen werden offene Kreativkurse für Kinder angeboten. Zudem veranstaltet das Museum regelmäßig Sonderausstellungen zu wichtigen Themen aus allen Bereichen christlicher Kunst und Kultur.

Kontaktadresse:
Erzbischöfliches Diözesanmuseum
Markt 17, 33098 Paderborn
Tel. 05251 1251400
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Umfangreiche Informationen - auch zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen - finden Sie auf der Internetseite des Museums.

© Tourist Information PaderbornDiözesanmuseum

Aktuelle Ausstellung:

Barbara Klemm · Christoph Brech - SO GESEHEN
21. Mai - 9. Oktober 2022

Mit seiner diesjährigen Sonderausstellung „SO GESEHEN – Barbara Klemm · Christoph Brech“ lenkt das Museum den Blick auf neue Gestade und öffnet sich der zeitgenössischen Kunst: Die renommierte Fotografin Barbara Klemm – bekannt durch sensibel entwickelte Schwarz-Weiß-Fotografien und einen zur Aussage verdichteten Bildaufbau – trifft auf Christoph Brech, Schöpfer oft großformatiger digitaler Bild- und Video-Kunst. Die in großer Geste aufstrebenden Galerien des musealen Großraumes nutzen Barbara Klemm und Christoph Brech zu einem furiosen Dialog ihrer Werke. Auch ausgewählte Sammlungsstücke des Museums werden mit einbezogen.
Da treffen zarte schwarz-weiße Wolkenstudien und Dirigentenportraits auf raumhohe Videos, die zeigen, wie sich feine Lichtbündel zu Klangwolken formen. Da turnen Trapezkünstlerinnen nicht nur vor der zerstörten Ruinenkulisse Rostocks sondern auch inmitten güldener Engel, die ihrerseits im 18. Jahrhundert in einem Gestänge über einem barocken Festaltar aufgehängt waren. Monde schimmern entrückt über Wellen und Wolken am Horizont, wandern von Amseln vertont als Blutmond über den nächtlichen Himmel oder verwandeln sich in eine Mondsichelmadonna aus der Zeit der späten Gotik. Die Künstler haben für ihren Dialog ganz besondere Werke aus ihren jeweiligen Oeuvres ausgewählt, einige auch neu geschaffen.

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