Erzbischöfliches Diözesanmuseum

Das Diözesanmuseum wurde in den 1970er-Jahren über den Gewölben des mittelalterlichen Bischofspalasts nach Plänen des bekannten deutschen Architekten Gottfried Böhm errichtet. Die Dauerausstellung zeigt etwa 1000 Exponate sakraler Kunst des 11. bis 20. Jahrhunderts.

Besonders hervorzuhebende Objekte sind neben Skulpturen, Gemälden, Goldschmiedearbeiten und Paramenten die romanische Imad-Madonna (11. Jh.), eine der ältesten großfigurigen Darstellungen der thronenden Madonna in der abendländischen Kunst, sowie der Tragaltar des Rogerus von Helmarshausen (Anfang 12. Jh.), ein Meisterwerk romanischer Goldschmiedekunst von internationalem Rang, und der vergoldete Schrein des heiligen Liborius (1627).
Die alten Gewölbe des Palastes von Bischof Meinwerk (1009 bis 1036) im Untergeschoss des Museums dienen heute als Domschatzkammer.

Neben einem umfangreichen museumspädagogischen Programm für Erwachsene und Schulklassen werden offene Kreativkurse für Kinder angeboten. Zudem veranstaltet das Museum regelmäßig Sonderausstellungen zu wichtigen Themen aus allen Bereichen christlicher Kunst und Kultur.

Kontaktadresse:
Erzbischöfliches Diözesanmuseum
Markt 17, 33098 Paderborn
Tel. 05251 1251400
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Umfangreiche Informationen - auch zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen - finden Sie auf der Internetseite des Museums.

© Tourist Information PaderbornDiözesanmuseum

Aktuelle Ausstellung:

Christoph Brech - More than Rome
12. Oktober 2017 - 1. Juli 2018

Ungewöhnlich, manchmal irritierend, oft verblüffend sind die Arbeiten des Münchner Bild- und Videokünstlers Christoph Brech. Seine Werke konzentrieren sich auf Phänomene der Zeit, der Übergänge, der Erinnerung. In der zurückliegenden Ausstellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens“ waren sie mit hintergründigen und gleichzeitig poetischen Motiven Höhepunkt und Abschluss der Präsentation. Jetzt treten Christoph Brechs Arbeiten ganz bewusst in einen Dialog mit ausgewählten Stücken der Sammlung des Diözesanmuseums. Themen wie „Fragmentierung – Versehrtheit – Rekonstruktion“, „Zerstörung – Tod –Endzeit“ aber auch „Zyklen des Lebens“ stehen im Zentrum der Auseinandersetzung mit dem Museumsbestand. Dabei wird der Künstler nicht nur bestehende Werke in den Dialog mit Sammlungs-Objekten treten lassen, er wird für die Ausstellung in Paderborn auch neue Installationen schaffen.

In Kürze:

Gotik - Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa
21. September 2018 - 13. Januar 2019

Exponate aus ganz Europa, darunter die ältesten erhaltenen Architekturzeichnungen, die sogenannten Reimser Palimpseste, bedeutende Bildhauerwerke wie der berühmte „Kopf mit der Binde“ des Naumburger Meisters, Baupläne herausragender Kathedralen, Preziosen der Goldschmiedekunst, Elfenbeinschnitzerei und Buchmalerei, aber auch 3D-Modelle beleuchten die ereignisreiche Zeit der Gotik. Sechs Ausstellungseinheiten nehmen Ideen und Dynamiken in den Blick, die ihren internationalen Erfolg begründeten: vom Bauprozess über bahnbrechende technische Neuerungen bis zu Fragen des Kulturtransfers und des Lebensgefühls.

Dabei entwirft die Schau ein faszinierendes Panorama des länderübergreifenden Phänomens der Gotik. Sie gibt Einblicke in die technischen und kulturellen Bedingungen für den Siegeszug jener innovativen Architektur- und Bildsprache des Mittelalters. In Frankreich beginnend veränderte die neue Formensprache seit dem 12. Jahrhundert die Architektur und Kunst in ganz Europa: Von Reims über Paderborn bis nach Riga.

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