Erzbischöfliches Diözesanmuseum

Das Diözesanmuseum wurde in den 1970er-Jahren über den Gewölben des mittelalterlichen Bischofspalasts nach Plänen des bekannten deutschen Architekten Gottfried Böhm errichtet. Die Dauerausstellung zeigt normalerweise etwa 1000 Exponate sakraler Kunst des 11. bis 20. Jahrhunderts.

Besonders hervorzuhebende Objekte sind neben Skulpturen, Gemälden, Goldschmiedearbeiten und Paramenten die romanische Imad-Madonna (11. Jh.), eine der ältesten großfigurigen Darstellungen der thronenden Madonna in der abendländischen Kunst, sowie der Tragaltar des Rogerus von Helmarshausen (Anfang 12. Jh.), ein Meisterwerk romanischer Goldschmiedekunst von internationalem Rang, und der vergoldete Schrein des heiligen Liborius (1627).
Die alten Gewölbe des Palastes von Bischof Meinwerk (1009 bis 1036) im Untergeschoss des Museums dienen heute als Domschatzkammer.

Neben einem umfangreichen museumspädagogischen Programm für Erwachsene und Schulklassen werden offene Kreativkurse für Kinder angeboten. Zudem veranstaltet das Museum regelmäßig Sonderausstellungen zu wichtigen Themen aus allen Bereichen christlicher Kunst und Kultur.

Kontaktadresse:
Erzbischöfliches Diözesanmuseum
Markt 17, 33098 Paderborn
Tel. 05251 1251400
museumerzbistum-paderbornde

Umfangreiche Informationen - auch zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen - finden Sie auf der Internetseite des Museums.

© Tourist Information PaderbornDiözesanmuseum

Aktuelle Ausstellung:

Welt und Zeit gestalten - 900 Jahre Prämonstratenserorden
10. Dezember 2021 - 13. März 2022

Im Fokus der Sonderausstellung "Welt und Zeit gestalten - 900 Jahre Prämonstratenserorden" steht die Spurensuche in den heutigen Pfarrkirchen, die überraschende Funde aus den einstigen Stiften zu Tage förderte. Diese wenig bekannten Schätze aus z. T. untergegangenen Orten wie Scheda (Kreis Unna) oder dem ehem. Katharinenkloster in Dortmund sollen der Öffentlichkeit nun in einer Zusammenschau vorgestellt werden. Sie zeugen bis heute vom Wirken des von Norbert von Xanten (um 1080/85–1134) 1120 in Prémontré gegründeten Prämonstratenserordens.
Beginnend mit Cappenberg (Münsterland), der ersten, 1121 gegründeten prämonstratensischen Niederlassung im deutsch-sprachigen Raum, stellen markante Exponate die Besonderheiten der einzelnen Orte in den Fokus. Beispiele der mittelalterlichen Buchkunst sind ebenso zu sehen wie Bildwerke des 13. und 16. Jahrhunderts aus Privatbesitz, Zeugnisse der Kreuzesverehrung, aber auch kunstvoll gestaltete Reliquienbilder und Textilien. Mit Einblicken in die Ikonographie zum Ordensgründer Norbert von Xanten rundet sich schließlich das Bild, das die Ausstellung zum kulturellen Erbe des Prämonstratenserordens 1121–2021 im Erzbistum zeichnen möchte.

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