Stadtmuseum Paderborn

Modern, lebendig und ungewöhnlich: Das Stadtmuseum Paderborn im Herzen der Stadt, nahe des Paderquellgebietes und des Doms, untersucht die historische Dimension der städtischen Identität, die sich in Bildern, Gebäuden, historischen Sammlungen und Erinnerungen zeigt.

© Stadt Paderborn

Neben zahlreichen Modellen, Medien- und Hörstationen, die ein vergangenes Stadtbild wieder lebendig werden lassen, ist der „Objektspeicher“, der die Vielfalt der kulturhistorischen Sammlungen der Stadt Paderborn und anderer zeigt, zentraler Ausstellungsraum des Museums. Einzigartig für den Museumsstandort ist der Kreuzgang und der Garten des von Bischof Meinwerk gegründeten Abdinghofklosters aus dem Jahr 1015/16. Im „Offenen Foyer“ widmet sich das Stadtmuseum Themen der städtischen Gegenwart und der Zukunft. Hier werden neben Vorträgen, Konzerten und Theateraufführungen aktuelle künstlerische Positionen und Tendenzen in Sonderausstellungen gezeigt. Kulturhistorische Ausstellungen haben hier ebenfalls ihren Platz. Im „Stadtlabor“ können Erwachsene, Kinder und Jugendliche zum Forscher der über 1200-jährigen Stadtgeschichte werden. Regelmäßige öffentliche Führungen runden das Angebot ab.

Kontaktadresse:
Stadtmuseum Paderborn
Am Abdinghof 11, 33098 Paderborn
Tel. 05251 88-11247
Fax 05251 88-2141
stadtmuseumpaderbornde

Weitere Informationen - auch zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen - finden Sie auf der Internetseite des Museums.

© Stadt PaderbornStadtmuseum Paderborn

In Kürze:

Rassendiagnose Zigeuner. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Weg der Anerkennung
9. Oktober 2022 - 8. Januar 2023

Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Verfolgung von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Schätzungsweise 500.000 Sinti und Roma wurden in Europa von den Nationalsozialisten ermordet. Der Perspektive der Täter werden in der Ausstellung Zeugnisse der Opfer gegenübergestellt: Historische  Familienfotos von Sinti und Roma geben Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen und lassen sie als Individuen hervortreten. Damit macht die Ausstellung die zerstörten Lebenswege hinter den abstrakten Dokumenten der bürokratisch organisierten Vernichtung sichtbar. Die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden, wird dargestellt. Es war die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma, die die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des „Dritten Reichs“ zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte gemacht hat. 

Weitere Infos