Kunstmuseum im Marstall

Das Kunstmuseum im Marstall beherbergt die Städtischen Kunstsammlungen, deren Anfänge auf die 1970er-Jahre zurückgehen. Sie birgt heute bemerkenswerte Konvolute und Werkgruppen der Malerei und Graphik des 20. Jahrhunderts.

© Stadt Paderborn

Das Kunstmuseum verfügt über den umfangreichsten Werkbestand des Malers Willy Lucas, dessen Oeuvre als eigenständiger Beitrag zum Spätimpressionismus gilt, zahlreiche Werke namhafter Künstler wie Max Beckmann, E. L. Kirchner oder Emil Nolde sowie eine umfangreiche Sammlung des als "Pioniere der Bildcollage" in die Geschichte eingegangenen Künstlerehepaars Ella Bergmann und Robert Michel. Gemälde und Graphiken zeitgenössischer Künstler, insbesondere Paderborner Provenienz, vervollständigen den Bestand. Die Kunstsammlung wird mit wechselnden Schwerpunkten präsentiert.

Mit dem Kunstmuseum erhielt der barocke Marstall 2016 - er wurde unter der Leitung des Hofbaumeisters Franz Christoph Nagel von 1729 bis 1732 als herrschaftliche Remise und Pferdestall errichtet, und diente später als Garnisongebäude und Historisches Museum - eine vollkommen neue Bestimmung. Eine Ergänzung bildet die Keramik- und Glassammlung Nachtmann, die in einem separaten Gebäudeteil des Marstalls untergebracht ist.

Adresse:
Kunstmuseum im Marstall Schloß Neuhaus
Im Schloßpark 9, 33104 Paderborn-Schloß Neuhaus
Tel. 05251 881052
kunstmuseumpaderbornde  

Weitere Informationen - auch zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen - finden Sie auf der Internetseite des Museums.

© Tourist Information PaderbornKunstmuseum im Marstall

In Kürze:

Rolf Escher, Jochen Geilen, Friedemann Hahn - Radierkunst der Gegenwart - Drei Temperamente.
1. Dezember 2018 bis 24. März 2019

Die Ausstellung präsentiert drei Positionen aktueller Grafik, die in ihrer Vielfalt das Spektrum aktueller Radierkunst widerspiegelt. 
Die Radierungen von Rolf Escher bestechen durch ihren Detailreichtum. Seine mitunter großformatigen Blätter spüren menschlichem Handeln an kulturell bedeutenden Stätten in Europa nach. Bisweilen werden Tiere zu Akteuren, erobern den menschenleeren Raum – Cafés, Bibliotheken, Bahnhöfe – und verleihen den Werken so eine surreale Dimension.
Einer der wenigen zeitgenössischen Künstler, die den Kupferstich aufwändig pflegen, ist Jochen Geilen. Der gebürtige Sauerländer stellt in seinen Stichen, die er auch zu Collagen kombiniert, die Lebenswirklichkeit aus seiner Sicht dar, mal ironisch distanziert, mal existenziell bewegend.
Das grafische Werk Friedemann Hahns begegnet in expressiv gestischer Weise im Medium der Radierung. Stars der Filmgeschichte oder berühmte Maler wie van Gogh sind ihm Ausgangspunkt für sein Schaffen. Hahn setzt sie in ein Spannungsfeld zwischen kunstgeschichtlicher Bedeutung und ästhetischer Bildwirkung.

Weitere Infos