Kunstmuseum im Marstall

Das Kunstmuseum im Marstall beherbergt die Städtischen Kunstsammlungen, deren Anfänge auf die 1970er-Jahre zurückgehen. Sie birgt heute bemerkenswerte Konvolute und Werkgruppen der Malerei und Graphik des 20. Jahrhunderts.

© Stadt Paderborn

Das Kunstmuseum verfügt über den umfangreichsten Werkbestand des Malers Willy Lucas, dessen Oeuvre als eigenständiger Beitrag zum Spätimpressionismus gilt, zahlreiche Werke namhafter Künstler wie Max Beckmann, E. L. Kirchner oder Emil Nolde sowie eine umfangreiche Sammlung des als "Pioniere der Bildcollage" in die Geschichte eingegangenen Künstlerehepaars Ella Bergmann und Robert Michel. Gemälde und Graphiken zeitgenössischer Künstler, insbesondere Paderborner Provenienz, vervollständigen den Bestand. Die Kunstsammlung wird mit wechselnden Schwerpunkten präsentiert.

Mit dem Kunstmuseum erhielt der barocke Marstall 2016 - er wurde unter der Leitung des Hofbaumeisters Franz Christoph Nagel von 1729 bis 1732 als herrschaftliche Remise und Pferdestall errichtet, und diente später als Garnisongebäude und Historisches Museum - eine vollkommen neue Bestimmung. Eine Ergänzung bildet die Keramik- und Glassammlung Nachtmann, die in einem separaten Gebäudeteil des Marstalls untergebracht ist.

Adresse:
Kunstmuseum im Marstall Schloß Neuhaus
Im Schloßpark 9, 33104 Paderborn-Schloß Neuhaus
Tel. 05251 8811052
kunstmuseumpaderbornde  

Weitere Informationen - auch zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen - finden Sie auf der Internetseite des Museums.

© Tourist Information PaderbornKunstmuseum im Marstall

Aktuelle Ausstellung:

Intermezzo #2 - Künstlerinnen
März - 25. April 2021

In der Ausstellungsreihe Intermezzo zeigt das Kunstmuseum im Marstall seit dem Jahr 2020 in unregelmäßigen Abständen Werke aus der städtischen Kunstsammlung. Die aktuelle Ausstellung Intermezzo #2 umfasst Werke von Künstlerinnen aus der Städtischen Kunstsammlung und Gastkünstlerinnen aus dem Paderborner Land. 
Die Geschichte der Künstlerin ist von der des Künstlers grundlegend verschieden, was sich neben der traditionellen, geschlechtsspezifischen Rollenverteilung vor allem durch die unterschiedlichen künstlerischen Ausbildungswege erklärt. Für Frauen blieben die Akademien in Deutschland, von wenigen Ausnahmen abgesehen, bis in das 20. Jahrhundert verschlossen. Erst 1919 – durch die Weimarer Verfassung und die darin festgelegte Gleichstellung von Mann und Frau – änderte sich diese Situation.
Und heute? Frauen den Stellenwert in der Kunst und -geschichte einzuräumen, der ihnen gebührt, ihr Wirken sichtbar zu machen und gleichberechtigt zu dem ihrer männlichen Kollegen zu verstehen, ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer Kunst, die jenseits von Geschlechterzuweisungen beurteilt wird.

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